VHDL16 DWSG 101000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Freitag, 10.07.2026, 10:30 Uhr
Sonnig und teilweise sehr heiß, nachts klar.
Wetter- und Warnlage:
Hochdruckeinfluss und hochsommerlich warme Luft bestimmen das Wetter
in den kommenden Tagen.
GEWITTER:
Samstagnachmittag im Südschwarzwald ein vereinzeltes Hitzegewitter
mit stürmischen Böen um 70 km/h nicht ganz ausgeschlossen.
Hinweis:
Am Wochenende vor allem im Rheintal zunehmende Wärmebelastung und in
der Südhälfte von Baden-Württemberg sehr hohe UV-Gefahrenwerte
Detaillierter Wetterablauf:
Heute sonnig, im Tagesverlauf über der Alb ein paar Quellwolken.
Maxima von 28 Grad im höheren Bergland, bis 34 Grad im Rheintal.
Schwacher Nordostwind, ab und an frische Böen.
In der Nacht zum Samstag meist klar. Tiefstwerte 19 bis örtlich 12
Grad.
Am Samstag erneut sonnig, später ein paar Quellwolken. Im
Südschwarzwald am Nachmittag geringe Wahrscheinlichkeit für
vereinzelte Schauer oder ein lokales Hitzegewitter mit stürmischen
Böen. Höchstwerte von 28 Grad im Bereich der Alb, um 31 Grad in
Oberschwaben und bis 36 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger, ab und
an etwas auflebender Nordostwind.
In der Nacht zum Sonntag klarer Himmel. Abkühlung auf 19 bis 12 Grad.
Am Sonntag einmal mehr reichlich Sonne, gepaart mit ein paar
Schleier- und Quellwolken. Höchsttemperatur in Oberschwaben und im
Bergland um 30, entlang des Rheins bis 35 Grad. Mäßiger, über Mittag
und am Nachmittag in Böen frischer Nordostwind.
In der Nacht zum Montag gering bewölkt oder klar. Tiefstwerte 19 bis
11 Grad.
Am Montag Fortdauer der hochsommerlichen Witterungsphase mit viel
Sonne und Höchstwerten zwischen 30 Grad selbst im höheren Bergland
und 37 Grad am Rhein. Schwacher nordöstlicher Wind, am Mittag und
Nachmittag frische Böen.
In der Nacht zum Dienstag bei zum Teil wolkigem Himmel vor allem in
größeren Städten Tiefstwerte nicht unter 20 Grad und damit eine
Tropennacht. In Oberschwaben und auf der Ostalb dagegen
Temperaturrückgang bis 13 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 10.07.2026, 10:15 Uhr -
"Nach der ungewöhnlich frühen Hitzewelle Ende Mai und der extremen
Hitzewelle Ende Juni steht dem Südwesten nun bereits die dritte
Hitzewelle dieses Sommers bevor. Es scheint ein charakteristisches
Merkmal dieses Sommers zu sein, dass sich ausgeprägte Hitze- und
Trockenphasen mit kühleren und niederschlagsreicheren
Witterungsabschnitten abwechseln. Tatsächlich treten in Sommern mit
markanten Hitzewellen diese häufig nicht isoliert auf, da sich die
großräumigen Wetterlagen über längere Zeiträume hinweg oftmals nur
langsam verändern.
Verantwortlich ist auch diesmal eine sogenannte Hitzeglocke ("Heat
Dome") über Westeuropa, deren Schwerpunkt über Frankreich und der
Iberischen Halbinsel liegt. Vor allem in Westfrankreich werden erneut
verbreitet Höchsttemperaturen von über 40 °C erwartet. Die
Hochdruckgebiete LAURENT und KLAUS blockieren dabei über Westeuropa
und dem Nordatlantik die übliche West-Ost-Zugbahn der
Tiefdruckgebiete. Gleichzeitig lenkt ein Tiefdruckgebiet westlich der
Iberischen Halbinsel heiße Luftmassen aus Nordafrika nach Westeuropa.
Durch großräumiges Absinken der Luft im Bereich des Hochdruckgebiets
sowie die vielfach ungehinderte Sonneneinstrahlung erwärmt sich die
Luft zusätzlich.
Deutschland liegt zunächst am Ostrand dieser Hitzeglocke, sodass
anfangs vor allem der Südwesten von Höchsttemperaturen über 30 °C
betroffen ist. Im Nordosten sorgt dagegen noch eine nordwestliche
Strömung für die Zufuhr vergleichsweise kühler Atlantikluft. Dort
konnten sich in den Morgenstunden gebietsweise sogar Hochnebelfelder
bilden. Im weiteren Verlauf der kommenden Tage setzt sich die heiße
Luft jedoch zunehmend auch nach Nordosten durch. Zu Beginn der neuen
Woche werden Höchstwerte unter 30 °C voraussichtlich nur noch im
Norden, Nordosten sowie in den höheren Lagen der Mittelgebirge
erreicht.
Rekordtemperaturen wie Ende Juni sind nach aktuellem Stand allerdings
nicht zu erwarten. Zudem ist die Luftmasse zunächst noch
vergleichsweise trocken. Dadurch fällt die gefühlte Temperatur trotz
hoher Lufttemperaturen etwas geringer aus als während der letzten
Hitzewelle. Auch die Nächte können anfangs, insbesondere außerhalb
der Ballungsräume, noch vergleichsweise gut auskühlen.
Mit der anhaltenden Hitze verschärft sich jedoch vor allem im
Südwesten erneut die Trockenheit. Die ohnehin bereits trockenen Böden
trocknen weiter aus, die Wasserstände vieler Flüsse gehen zurück und
die Waldbrandgefahr steigt wieder an.
Wie lange die Hitzewelle andauern wird, ist derzeit noch mit
Unsicherheiten behaftet. Die Wettermodelle deuten zum Ende der
kommenden Woche auf zunehmenden Tiefdruckeinfluss hin. Damit würde
die Luft feuchter und schwüler werden, sodass das Potenzial für
kräftige Gewitter zunimmt. Gleichzeitig zeichnet sich ein
allmählicher Temperaturrückgang ab. Ob sich anschließend wieder ein
gemäßigt warmer und niederschlagsreicherer Witterungsabschnitt
einstellt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sicher
beurteilen.
"
Das erklärt Dipl. Met. Christian Herold von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Samstag, 11.07.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de