VHDL16 DWSG 271000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Samstag, 27.06.2026, 10:30 Uhr

Bei Rekordhitze verbreitet extreme Wärmebelastung! Sonst am Samstag 
vereinzelt, am Sonntag und in der Nacht zum Montag häufiger Gewitter.
Dabei Unwetterrisiko. 


Wetter- und Warnlage:
Süddeutschland liegt unter einer umfangreichen Hochdruckzone im 
Einfluss sehr heißer Luft aus Nordafrika. Ab Sonntag labilisiert die 
Luftmasse zusehends. 

HITZE:
Bis einschließlich Sonntag starke bis extreme Wärmebelastung! Bitte 
beachten Sie auch unsere Verhaltensempfehlungen bei Hitze: https://www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/verhaltensempfehlungen.
pdf?__blob=publicationFile&v=4

GEWITTER (UNWETTER):
Ab Samstagnachmittag mit Schwerpunkt im Bergland einzelne Gewitter 
mit Starkregen zwischen 15 und 25 l/qm in kurzer Zeit, stürmischen 
Böen oder Sturmböen bis 85 km/h sowie Hagel von 1-2 cm. Dabei vor 
allem am Sonntagnachmittag und -abend lokal UNWETTER aufgrund von 
heftigem Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit und Hagel um 3 cm. Eng
begrenzt sind auch Mengen bis 50 l/qm (EXTREMES UNWETTER) in einer 
Stunde nicht ausgeschlossen.
In der Nacht zum Montag von Westen aufziehende teils schwere Gewitter
mit heftigem Starkregen, schweren Sturmböen (bis 100 km/h) und Hagel 
wahrscheinlich.

WIND:
In der Nacht zum Sonntag auf den Schwarzwaldgipfeln auch abseits von 
jeglichen Gewittern zeitweise starke bis stürmische Böen um 60 km/h 
aus Südwest. 

Hinweis:
Heute tagsüber sehr hohe UV-Index-Werte. 

Detaillierter Wetterablauf:

Heute Höhepunkt der Hitzewelle samt neuer Hitzerekorde. Tagesmaxima 
um 35 Grad im Bergland und Allgäu, sonst oft 37 bis 41, in der 
Kurpfalz lokal 42 Grad. Dabei weiterhin viel Sonne; nachmittags und 
abends über dem Bergland aber ansteigendes Potenzial für örtlich 
starke, vereinzelt auch schwere Gewitter. Meist schwacher, variabler 
Wind, zeitweise mit frischen Böen; bei Gewittern Sturmböen. 

In der Nacht zum Sonntag erst nach Mitternacht überall unter 30 Grad.
Ebenfalls neue Wärmerekorde bzgl. der Tiefsttemperatur erwartbar: In 
der Früh Werte von etwa 25 Grad beispielsweise in Mannheim und 17 
Grad in Pfullendorf. Meist nur gering bewölkt oder klar; jedoch 
vereinzelt Schauer oder Gewitter möglich. Am Feldberg zeitweise 
Windböen aus Südwest. 

Am Sonntag heiter bei durchziehenden mittelhohen und hohen 
Wolkenfeldern; hinzu kommen ab dem Mittag vermehrt Quellwolken. 
Örtlich Schauer und Gewitter, im Tagesverlauf von Westen an 
Häufigkeit und Intensität zunehmend. Ab dem Nachmittag 
Unwetterpotential. Höchstwerte zuvor nochmals bei 32 Grad auf der 
Zollernalb und bis zu 39 Grad vom Kraichgau bis zur Tauber. 
Schwacher, teils mäßiger, in Böen frischer, westlicher Wind. Am 
Feldberg zeitweise Windböen. Bei Gewittern (schwere) Sturmböen.

In der Nacht zum Montag von West nach Ost teils schwere Gewitter mit 
hoher Blitzaktivität, heftigem bis lokal extrem heftigem Starkregen, 
Sturmböen und Hagel. Tiefstwerte 21 bis 16 Grad. 

Am Montag mehr Wolken als Sonne und einige Schauer und Gewitter. 
Unwetter insbesondere aufgrund (extrem) heftigen Starkregens. 
Deutlicher Temperaturrückgang mit Höchstwerten von 23 Grad im 
Bergland, sonst verbreitet 26 bis 29 Grad. Mäßiger Wind aus Nordwest,
bei Gewittern Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag auch im Südosten abklingende Schauer und 
Gewitter. Aufgelockerte Bewölkung bei Tiefstwerten von 19 bis 15 
Grad. 

Am Dienstag erst mehr Sonne als Wolken. Im Tagesverlauf zunehmend 
wolkig, dabei vor allem im Umfeld des Berglandes örtlich mit Schauern
und Gewittern. Temperaturanstieg auf 25 bis 31 Grad. Schwacher Wind 
aus nördlicher Richtung. Frische, mit Gewittern starke bis stürmische
Böen.

In der Nacht zum Mittwoch ausbreitende Schauer und Gewitter, lokal 
Unwettergefahr durch heftigen Starkregen. Tiefstwerte 18 bis 14 Grad.
Mit Gewittern Sturmböen. 



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 27.06.2026, 10:15 Uhr -
"Die vorherrschende heiße Luftmasse bestimmt weiterhin das 
Wochenendwetter deutschlandweit. Das Hoch HARTMUT sorgt heute 
tagsüber größtenteils für sonnige Verhältnisse, aber Störungen durch 
Tiefdruckgebiete sind im Anmarsch, sodass HARTMUT langsam nach Osten 
abzieht.

Am heutigen Samstag sind flächendeckend Temperaturen über 36 Grad 
erwartbar, lediglich an den Küsten ist es etwas weniger heiß. Wie 
auch gestern wird die 40-Grad-Marke erneut geknackt werden. Lokal 
sind sogar 42 Grad nicht ausgeschlossen! Der gestrige 
deutschlandweite Rekord würde damit umgehend eingestellt werden. 
Besonders belastend für die Menschen ist dabei die fehlende 
nächtliche Abkühlung, da erneut in vielen Landesteilen Tropennächte 
bevorstehen. Die Hitze setzt sich auch am Sonntag fort und erst am 
Montag kommt es zu einer Entspannung mit Temperaturen unter 30 Grad.

Die zweite Baustelle ist die nun auflebende Gewitter- und 
Unwettergefahr. Heute kommt es tagsüber im Westen und Norden vorerst 
nur vereinzelt zu Gewittern, die jedoch in der energiereichen 
Luftmasse schnell kräftig ausfallen können und daher mit 
unwetterartigen Entwicklungen gerechnet werden muss. In der Nacht zum
Sonntag soll ein Gewitterkomplex von Benelux auf den Nordwesten 
Deutschlands übergreifen. Hier besteht eine deutlich erhöhte 
Unwettergefahr bei der das volle Programm von heftigem Starkregen, 
über schwere Sturmböen bis hin zu Hagel abgerufen werden kann. Noch 
stärkere Begleiterscheinungen, wie orkanartige Böen können nicht 
ausgeschlossen werden. Die genaue Entwicklung wird von den Modellen 
noch unterschiedlich berechnet, daher wird der Deutsche Wetterdienst 
im Laufe des Vormittags eine Vorabinformation zur Vorbereitung 
herausgegeben. Auch am Sonntag setzt sich die Gewittertätigkeit fort.
Im Tagesverlauf entstehen teils schwere Gewitter. Eine genaue 
Regionalisierung ist 
schwierig, jedoch könnte nachmittags der Schwerpunkt der 
Entwicklungen im Westen, im Süden und der Mitte liegen. Im Laufe des 
Abends und der Nacht zum Montag verschiebt sich dieser Schwerpunkt 
über die Mitte weiter nach Nordosten.

Zum Wochenbeginn sinken zwar die Höchsttemperaturen, dafür steigt die
Feuchte und es wird zunehmend schwül. Voraussichtlich bleibt ein 
gewisses Unwetterpotential für Gewitter vorerst erhalten, sodass es 
wettertechnisch unruhig bleibt. "

Das erklärt M.Sc. Fabian Chow von der Wettervorhersagezentrale des 
Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden 
Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Sonntag, 28.06.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de