VHDL16 DWSG 041000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 04.06.2026, 10:30 Uhr

Heute im Tagesverlauf verbreitet Regen, einzelne kräftige Gewitter, 
windig.


Wetter- und Warnlage:
Das Tiefdruckgebiet Peggy löst sich heute im Laufe des Tages über 
Schottland auf. Im Vorfeld gelangt vor allem nach Bayern von 
Südwesten her eine warme Luftmasse, bevor am Abend die zu Peggy 
gehörende Kaltfront über Süddeutschland zieht. Rückseitig gelangt 
eine vergleichsweise kühle und labil geschichtete Meeresluftmasse 
heran. Am Freitag zieht von Westen her ein Rückseitentrog durch, erst
in der Nacht zum Samstag kommt Zwischenhocheinfluss auf. 

GEWITTER:
Heute einzelne Gewitter - größte Wahrscheinlichkeit dafür am 
Nachmittag und Abend zum einen im Vorfeld der Kaltfront im Bereich 
der Alb und im Bodenseeumfeld und zum anderen rückseitig der 
Kaltfront in Baden. In Verbindung damit stürmische Böen um 70, 
vereinzelt auch schwere Sturmböen bis 90 km/h. Zudem lokal Starkregen
mit Mengen um 15 l/qm in 1 Stunde (bei den Gewittern im Bereich der 
Alb auch bis 25 l/qm) sowie Hagel. In der Nacht zum Freitag 
abklingend.

Am Freitag erneut einzelne Gewitter mit starken oder stürmischen Böen
bis 70 km/h und kleinkörnigem Hagel. Lokaler Starkregen dann nur 
wenig wahrscheinlich. 

WIND/STURM:
Heute vor allem am Nachmittag und Abend verbreitet Böen zwischen 50 
und 60 km/h aus Südwest bis West, im höheren Schwarzwald Sturm-, auf 
den höchsten Gipfeln auch schwere Sturmböen bis 100 km/h. In der 
Nacht zum Freitag allgemein abflauend.

Detaillierter Wetterablauf:

Heute dichte Wolken und von Westen immer öfter Regen, in dessen 
Vorfeld im Bereich der Alb und in der Bodenseeregion zum Teil 
kräftige Gewitter. Zum Abend in Baden bereits Übergang zu Schauern 
und einzelnen Gewittern. Höchstwerte von 16 Grad im Bergland bis 22 
Grad am Rhein. Frischer, in Böen starker bis stürmischer Südwestwind,
bei Gewittern und auf den Schwarzwaldgipfeln Sturm-, vereinzelt 
schwere Sturmböen. 

In der Nacht zum Freitag in der Südosthälfte noch länger Regen, sonst
einzelne Schauer, anfangs Gewitter. 13 bis 9, im Bergland bis 7 Grad.
Allgemein nachlassender Wind. 

Am Freitag wolkig bis stark bewölkt mit Schauern, vereinzelt auch 
kurzen Gewittern. Zum Abend weitgehend trocken, dann auch öfter 
Sonne. Maxima zwischen 17 und 21, im Bergland um 15 Grad. Mäßiger, 
mitunter frischer Wind aus West bis Nordwest, in Böen stark. 

In der Nacht zum Samstag meist gering bewölkt. Tiefstwerte 10 bis 6 
Grad. 

Am Samstag von Südwesten rasch wieder dichte Wolken samt etwas Regen.
Am Nachmittag auch etwas Sonne, aber noch Schauer oder einzelne 
Gewitter. Mit 20 bis 24, im Bergland um 18 Grad etwas wärmer. 
Schwacher bis mäßiger, von Ost auf Südwest bis West drehender Wind. 

In der Nacht zum Sonntag unterschiedlich bewölkt. Hier und da noch 
Schauer oder einzelne Gewitter, vor allem in den nördlichen 
Landesteilen. Tiefsttemperatur 14 bis 9 Grad. Im Hochschwarzwald 
starke Böen aus Südwest. 

Am Sonntag mehr Sonne als Wolken und überwiegend trocken. 
Temperaturanstieg auf 22 bis 25, im höheren Bergland um 20 Grad. 
Mäßiger, im Tagesverlauf zunehmend frischer und stark böiger Wind aus
West bis Nordwest. 

In der Nacht zum Montag überwiegend gering bewölkt. Tiefstwerte 13 
bis 8 Grad. 



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 04.06.2026, 10:15 Uhr -
"Die heutige Wetterlage hat es in sich. Die wenig wetterwirksame 
Warnfront eines recht markanten Sturmtiefs bei Schottland hat 
Deutschland bereits überquert, es folgt die weit aktivere Kaltfront 
und das Wettergeschehen in ihrer Peripherie. Der Blick auf die 
Warnkarte gibt schon jetzt einen ersten Eindruck, für weite Teile 
Deutschlands wurde eine Grundwarnung für Windböen, in Berglagen teils
bereits für Sturmböen ausgegeben. Ab dem Mittag entwickeln sich von 
Westen her teils kräftige Gewitter, die aufgrund der Windverhältnisse
eine markante Eigendynamik entwickeln können - hier dieser etwas 
spezifische Hinweis um den Kontrast zu betonen zu einem normalen 
Sommergewitter. Diese organisierten und teils kräftigen Gewitter 
werden verbreitet erwartet, nur der Süden bleibt tendenziell außen 
vor, zumindest was die schwereren Entwicklungen angeht. Der zentrale 
Warnparameter wird heute der Wind sein, in Schauer- und Gewitternähe 
ist verbreitet mit Sturmböen bis 80 km/h zu rechnen, bei stärkerer 
Entwicklung auch mit schweren Sturmböen um 90 km/h. Schaut man sich 
die Zutaten für die Gewitter noch mehr im Detail an, ist prinzipiell 
auch die Voraussetzung für vereinzelte orkanartige Böen gegeben, 
sowie die Entwicklung von einzelnen kurzlebigen Tornados! 
Dementsprechend ist dringend geboten die Warnlage im Blick zu 
behalten, auf der Website des DWD sowie in der Warnwetter-App - nicht
nur, aber insbesondere bei Aktivitäten im Freien. Beachten Sie auch 
die angegebenen Handlungsempfehlungen, um im Zweifelsfall ein 
besseres Gefühl für das Gefahrenpotenzial zu bekommen.
Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit ist ebenso eine weitere 
Gefahrenquelle der heutigen Gewitter sowie kleinkörniger Hagel um 2 
cm Durchmesser.

Zum Abend und in der ersten Nachthälfte zum Freitag ziehen die 
Gewitter unter Abschwächung nach Osten ab, der Niederschlag geht 
dabei in frontalen Regen über (weniger schauerartig), wobei an den 
Alpen durchaus Mengen um 30 l/qm bis in den Freitagmorgen möglich 
sind - potenziell warnwürdig, jedoch sind solche Mengen in dieser 
Region nicht so außergewöhnlich. In Lagen über 2000 m kann auch etwas
Schnee fallen. Der Wind lässt in der Nacht im Allgemeinen nach, nur 
im Bergland hält er länger an, so ist der Brocken zum Beispiel 
bereits bis Freitag früh mit Sturmböen bewarnt.

Am morgigen Freitag hat die Kaltfront Deutschland überquert, 
dementsprechend liegen wir auf der Rückseite in der eingeflossenen 
kälteren Luft, und die Temperaturen erreichen verbreitet nur noch 
Maximalwerte um 20 Grad, oft auch etwas darunter. Das 
Rückseitenwetter ist von Schauern und einzelnen kurzen Gewittern 
geprägt, insbesondere im Norden, die Sonne zeigt sich wenn dann 
häufiger im Südwesten wo es teils heiter und öfter trocken bleibt.
In der ersten Nachthälfte auf Samstag klingt die Schaueraktivität ab,
und bei verbreitetem Aufklaren kann sich über den feuchten Böden 
örtlich Nebel mit Sichtweiten unter 150 Meter bilden. Erwähnenswert 
sind hier auch die nächtlichen Temperaturen, da bei fehlender 
Bewölkung in Kombination mit eingeflossener kälterer Luft die 
Temperaturen verbreitet einstellig bleiben (um 8 Grad), an der Küste 
kühlt es weniger aus, in Tal- und Muldenlagen im Süden sind auch 
Minima um 5 Grad möglich.

Das Wochenende beginnt dann am Samstag mit einer vorübergehenden 
Wetterberuhigung, im Süden und Osten bleibt es nach Auflösung von 
Nebel oder tiefer Bewölkung bis in den Nachmittag heiter und trocken,
die Sonne zeigt sich hier häufig und die Temperaturen steigen in der 
Lausitz auf bis zu 25 Grad. Aber auch sonst werden verbreitet 
Temperaturen etwas über 20 Grad erwartet. Am Nachmittag zieht von 
Westen das Regenband eines weiteren Tiefausläufers auf, viel 
Niederschlag wird jedoch nicht erwartet, und einzelne kurze Gewitter 
bilden sich voraussichtlich wenn nur an den Alpen. In der ersten 
Nachthälfte auf Sonntag erreicht das Band mit den leichten 
Regenfällen den Osten, zeitgleich kommen jedoch von Nordwesten neue 
Niederschläge auf.
Am Samstag ziehen besagte, die Nordhälfte betreffenden, 
schauerartigen und teils von Gewittern durchsetzten Niederschläge nur
allmählich im Tagesverlauf nach Osten ab. Südlich einer Linie etwa 
vom Pfälzerwald bis zum Fichtelgebirge zeigt sich hingegen die Sonne 
häufig. Hier steigen die Temperaturen auf bis zu 24 Grad, im Norden 
und Westen werden eher um 20 Grad erwartet.
Entsprechend der Bewölkung fallen die Temperaturen in der Nacht dann 
in der Südhälfte auf einstellige Werte, im Norden bleiben sie ei um 
11 Grad zweistellig.

Mit dem Montag beginnt die kommende Woche dann unter 
Zwischenhocheinfluss voraussichtlich ruhig, nach Südosten zunehmend 
heiter bis sonnig, und mit Temperaturen bis 27 Grad am Oberrhein und 
im Süden Bayerns. In der Nacht auf Dienstag kündigt sich dann bereits
der nächste Tiefausläufer von Westen mit Regen und Gewittern an. Mehr
zu diesen Aussichten erfahren Sie in den kommenden Tagen an dieser 
Stelle sowie über die anderen Informationskanäle des Deutschen 
Wetterdienstes.
"

Das erklärt Dipl.-Met. Thorsten Kaluza  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Freitag, 05.06.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de