VHDL16 DWSG 081000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Freitag, 08.05.2026, 10:30 Uhr
Tagsüber im Bergland lokal Schauer oder Gewitter. Ansonsten
überwiegend freundlich.
Wetter- und Warnlage:
Die von Westen eingeströmte kühlere Luft gelangt unter
Hochdruckeinfluss und kann sich wieder etwas erwärmen. Der Einfluss
des Hochs hält sich bis zum Sonntag, wobei die Luft über den Alpen
und über dem Schwarzwald jeweils im Tagesgang instabil wird.
GEWITTER:
Heute Nachmittag und Samstagnachmittag im Schwarzwald und auf der
Westalb vereinzelt Gewitter mit Starkregen um 15 l/qm in kurzer Zeit
und Böen bis 60 km/h wahrscheinlich.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute im Tagesverlauf vermehrt Sonne mit meist lockerer
Quellbewölkung. Ab dem Nachmittag im Schwarzwald und auf der Westalb
vereinzelt Schauer oder Gewitter wahrscheinlich. Temperaturanstieg
auf 17 bis 22 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nordost bis Ost.
In der Nacht zum Samstag teils wolkig, teils gering bewölkt,
vereinzelt Nebel. Minima 9 bis 4 Grad, vereinzelt Bodenfrost.
Am Samstag trotz einiger Wolkenfelder oft Sonne. Im Tagesverlauf
vermehrt Quellwolken und vor allem über dem Bergland einzelne Schauer
oder Gewitter. Mit 19 bis 25 Grad wieder wärmer. Schwacher bis
mäßiger Nordost- bis Ostwind.
In der Nacht zum Sonntag über weite Strecken nur gering bewölkt.
Ausgangs der Nacht von Südwesten vermehrt aufziehende Wolken, aber
trocken. Temperaturrückgang auf 11 bis 5 Grad.
Am Sonntag anfangs noch teilweise heiter, von Südwesten aber
zunehmende Wolkenverdichtung und ab dem Nachmittag schauerartige
Regenfälle und einzelne Gewitter. Zuvor Höchstwerte von 18 bis 25
Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, mit dem Niederschlag auffrischend
und auf Südwest bis West drehend. Bei Gewittern stürmische Böen.
In der Nacht zum Montag viele Wolken bei von Südwest nach Nordost
durchziehendem, teils kräftigem und anfangs von Gewittern begleitetem
Regen. Tiefstwerte 13 bis 8 Grad. Auf den Schwarzwaldgipfeln starke
bis stürmische Böen aus Südwest.
Am Montag stark bewölkt bis bedeckt. Von Nordwesten erneut
aufziehender, teils kräftiger Regen. Im Vorfeld schon einzelne
Schauer, im Süden auch Gewitter. Höchstwerte zwischen 14 und 18 Grad.
Mäßiger bis frischer Wind mit gebietsweise starken bis stürmischen
Böen aus westlichen Richtungen. Exponiert im Schwarzwald Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag allmählich nach Süden abziehender Regen.
Nachfolgend einige Auflockerungen. Frühwerte zwischen 8 und 2 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 08.05.2026, 10:15 Uhr -
"Hoch XERI mit Schwerpunkt über dem Baltikum beschert uns ein meist
freundliches Wochenende. Jedoch lauern die Tiefdruckgebiete bereits
und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie Deutschland beeinflussen
werden. Das Zusammenspiel zwischen dem Hoch und den Tiefdruckgebieten
nördlich und westlich des Landes sorgt dafür, dass die Strömung auf
östliche bis südöstliche Richtungen dreht und somit auch wärmere Luft
zu uns gelangt.
Der heutige Freitag beginnt für viele in der Mitte und in Teilen des
Ostens bedeckt, im Süden teils auch neblig. Sonnig ist es von Anfang
an in Norddeutschland. Im Tagesverlauf lösen sich die Nebelfelder auf
und die kompakten Wolkenfelder bekommen immer mehr Lücken, sodass
sich die Sonne zunehmend durchsetzen kann. Vereinzelte Schauer sind
nicht ausgeschlossen. Im süddeutschen Bergland sind vereinzelt auch
Gewitter möglich. Die Temperatur steigt auf Werte zwischen 15 und 22
Grad, frischer bleibt es in der Mitte und in Sachsen, wo es am
längsten bewölkt bleibt. Der Wind spielt kaum eine Rolle und weht
meist schwach aus Ost. In der Nacht zum Samstag zeigt sich der Himmel
teils wolkig, teils klar, örtlich können sich flache Nebelfelder
bilden. Eine gewisse Frostgefahr besteht im Osten und am Alpenrand.
Am Samstag verlagert sich der Schwerpunkt des Hochs nach Russland und
der Luftdruck über Deutschland beginnt zu fallen. Dennoch bleibt es
vielerorts noch freundlich. Lediglich zwischen Schwarzwald und den
Alpen bilden sich im Tagesverlauf einzelne Gewitter. Die Höchstwerte
liegen zwischen 17 und 24 Grad. Der Wind bleibt weiterhin schwach und
weht aus östlichen Richtungen. In der Nacht zum Sonntag greift die
schwache Kaltfront eines Tiefs über dem Nordmeer auf Norddeutschland
über. Dabei nehmen die Wolken zu und vereinzelt kann es regnen,
ansonsten verläuft die Nacht meist klar. Erneut besteht im Osten die
Gefahr von Frost.
Der Sonntag bleibt trotz des zunehmenden Tiefdruckeinflusses bis zum
Abend noch meist freundlich und mit 22 bis 27 Grad auch warm.
Lediglich im Norden ist es bereits stark bewölkt mit vereinzelten
Tropfen und mit nur 11 bis maximal 14 Grad kühl. Zum Abend hin steigt
das Gewitterrisiko im Süden und Südwesten deutlich an.
In der Nacht zum Montag bildet sich über der Mitte eine markante
Luftmassengrenze. Denn von Norden fließt recht kühle Luft heran,
während sich im Süden noch die eingeflossene warme Luft hält. Dadurch
setzt über der Mitte schauerartiger Regen ein, in der wärmeren Luft
sind auch Gewitter möglich.
Die Luftmassengrenze wird dann als Kaltfront am Montagabend die Alpen
erreichen und somit die kurze Wärmephase beenden. Zuvor sind im Süden
erneut kräftige Gewitter möglich. Der Wind nimmt deutlich zu und vor
allem im Süden und im Nordwesten sind starke bis stürmische Böen
möglich. In der Nordhälfte liegen die Höchstwerte nur bei 9 bis 14
Grad, im Süden wird die 20-Grad-Marke knapp überschritten. In der
Nacht zum Dienstag ziehen sich die meisten Niederschläge in die Alpen
zurück. Mit der einfließenden Kaltluft sinkt die Schneefallgrenze in
den Alpen auf etwa 1500 m. Selbst auf dem Großen Arber fallen ein
paar Flocken.
Wechselhaft und ziemlich kühl verläuft auch der Rest der Woche, die
20-Grad-Marke wird nirgendwo erreicht - also genießen Sie diese
warmen Tage."
Das erklärt Dipl.-Met. Marco Manitta von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Samstag, 09.05.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de