VHDL16 DWSG 161000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 16.02.2026, 10:30 Uhr
Windiges Schauerwetter, im Hochschwarzwald Schnee. Vereinzelt
Gewitter. Kommende Nacht in mittleren und hohen Lagen Schnee mit
Glätte.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Im Einflussbereich von Tief WALLY über der Nordsee fließt mit einer
lebhaften westlichen bis nordwestlichen Strömung feuchtlabile
Meeresluft nach Baden-Württemberg.
GLÄTTE/SCHNEE:
In Hochlagen des Schwarzwaldes bis Dienstagabend zwischen 20 und 30
cm Neuschnee innerhalb etwa 36 Stunden. Dazu heute tagsüber in hohen
und mittleren Lagen bei kräftigen Schauern oder Graupelgewitter
kurzzeitig Glätte.
Von heute Abend bis Dienstagvormittag oberhalb von 400 m örtlich
Glätte durch geringfügigen Schnee oder Schneematsch. Im gleichen
Zeitraum im Bergland und Allgäu 1 bis 5, in Staulagen der Alb bis zu
10 cm Neuschnee mit Glätte.
Am Dienstag tagsüber in den höhen Lagen weiter 1 bis 5 cm Neuschnee,
bis in mittleren Lagen vorübergehend Glätte durch kräftige Schauer
oder Gewitter.
WIND/STURM:
Im Bergland und Allgäu stürmische Böen zwischen 60 und 70, zeitweise
auch Sturmböen bis 80 km/h aus Südwest bis West. Exponiert im
Schwarzwald schwere Sturmböen bis 95 km/h.
Im Tiefland vor allem tagsüber und bei kräftigen Schauern zeitweise
starke bis stürmische Böen bis 60 km/h.
GEWITTER:
Vor allem tagsüber kurze (Graupel-)Gewitter mit stürmischen Böen um
70 km/h wahrscheinlich.
FROST:
In der Nacht zum Dienstag im Bergland und Allgäu verbreitet, sonst
nur lokal leichter Frost.
Heute verbreitet und wiederholt Regenschauer sowie vereinzelte
Gewitter mit Graupel. Im höheren Bergland Schneeregen und Schnee samt
Glätte. Höchstwerte 2 Grad auf der Alb, bis 10 Grad am Oberrhein.
Mäßiger bis frischer Wind mit starken bis stürmischen Böen aus
Südwest bis West; in den Hochlagen teilweise Sturmböen; auf dem
Feldberg schwere Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag wiederholt Schauer und vereinzelte
Gewitter. Bis in mittlere Lagen herab Schnee samt Glätte. Minima +5
bis -2 Grad. Im Bergland und in der Bodenseeregion starke bis
stürmische Böen, im hohen Schwarzwald auch (schwere) Sturmböen um
West.
Am Dienstag überwiegend stark bewölkt und häufig Schauer, oberhalb
von mittleren Lagen als Schnee mit Glättegefahr. Vereinzelt auch
Gewitter. Maxima von 2 Grad im Bergland bis 10 Grad im Breisgau.
Mäßiger Wind aus West mit starken bis stürmischen Böen; am Feldberg
Sturmböen.
In der Nacht zum Mittwoch nachlassende Schauertätigkeit. Danach meist
noch wolkig, streckenweise Glätte. Tiefstwerte +1 bis -5 Grad. Im
Bergland starke bis stürmische Böen aus Südwest.
Am Mittwoch Bewölkungsverdichtung von Südwesten. Nachfolgend vor
allem im Südwesten aufkommender leichter Schneefall, rasch in Regen
übergehend. Höchstwerte von 1 Grad im Bergland bis 8 Grad in der
Ortenau. Meist schwacher Westwind mit frischen Böen, im Tagesverlauf
auf Ost drehend. Auf dem Feldberg starke bis stürmische Böen.
In der Nacht zum Donnerstag im Süden bedeckt mit Regen und Schnee. In
der Nordhälfte noch trocken. Tiefstwerte zwischen +3 bis -4 Grad. Auf
Schwarzwaldgipfeln starke bis stürmische Böen aus Südost.
Am Donnerstag in der Südhälfte weiterhin Schneefall, in tieferen
Lagen Regen, im Tagesverlauf nachlassend. Nach Norden hin weniger
Wolken und trocken. Höchstwerte von 0 Grad im Bergland bis 9 Grad am
Rhein. Mäßiger Nordostwind mit frischen bis starken, exponiert im
Schwarzwald auch stürmischen Böen.
In der Nacht zum Freitag abziehende Niederschläge, von Norden
Wolkenauflockerung. Örtlich Glätte bei Tiefstwerten von -1 bis -7
Grad. In hohen Lagen starke bis stürmische Böen aus Ost; am Feldberg
Sturmböen.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 16.02.2026, 10:15 Uhr -
"Ein Tiefdruckkomplex mit dem Namen "WALLY" erstreckt sich derzeit
mit mehreren Tiefkernen vom Nordostatlantik und dem Europäischen
Nordmeer über die Nordsee bis ins Mittelmeer. Dabei griff bereits in
der vergangenen Nacht zum Montag von Westen her ein Tiefausläufer auf
Deutschland über, der bis in tiefe Lagen teils kräftige Schneefälle
brachte. Heute kommen die Schneefälle, die aktuell von der Nordsee
bis in den Südosten und Osten fallen, noch etwas weiter nordostwärts
voran. Nur in Vorpommern bleibt es bis zum Abend hin trocken. Dort
hält ein Hochdruckgebiet namens "FELIX" mit Schwerpunkt über
Westrussland und dem Baltikum mit kalter Luft dagegen.
Von Westen her fließt ab den Frühstunden des Montags bereits wieder
deutlich mildere Luft ein, sodass die Niederschläge in der
Südwesthälfte in Regen übergehen. Dort wird allerdings die in höheren
Luftschichten einfließende Kaltluft wetterwirksam. Diese labilisiert
die untere Troposphäre, sodass wiederholt Regenschauer auftreten.
Selbst einzelne kurze Graupelgewitter sind dabei möglich. Aufgrund
der zumindest anfangs noch starken Höhenwinde muss dabei lokal mit
starken bis stürmischen Böen gerechnet werden. Auch im Südwesten und
Süden weht zudem ein stark böiger Wind, in exponierten Lagen treten
stürmische Böen auf, im Bergland Sturmböen.
Schaut man sich die Temperaturverteilung an, fällt ebenfalls eine
Wetterzweiteilung auf. Vom Norden bis in den Osten und Nordosten
bleiben die Höchstwerte heute tagsüber im Dauerfrostbereich, während
am Oberrhein in der milden Luft bereits wieder bis zu 10 Grad
erwartet werden. In der kommenden Nacht zum Dienstag bleibt es bei
dieser Temperaturverteilung: Im Südwesten bei +5 Grad meist
frostfrei, im Nordosten hingegen stellenweise mäßiger Frost bis -7
Grad. Im Übergangsbereich zur milderen Luft, der sich etwa von der
Nordsee bis zum Erzgebirge erstreckt, kann es vereinzelt zu
gefrierendem Regen mit Glatteisbildung kommen.
Der Tiefdruckeinfluss und das wechselhafte Wetter bleiben uns bis zum
Mittwoch noch erhalten. Dabei ist es weiterhin in der Südwesthälfte
deutlich milder. Die Dauerfrostregion im Nordosten büßt jedoch etwas
an Fläche ein. Auch der böige Wind lässt erst zum Mittwoch nach. Die
Niederschläge fallen im Bergland durchgängig als Schnee, aber
insbesondere in den Nächten kann es in mittleren Lagen ebenfalls
vorübergehend weiß werden.
Am Mittwoch nimmt dann der Hochdruckeinfluss über Deutschland zu. Die
Niederschläge klingen in weiten Teilen Deutschlands ab. Von Nordosten
her kann die Kaltluft in den Folgetagen wieder Boden gewinnen.
Tagsüber muss erneut gebietsweise mit Dauerfrost gerechnet werden, in
der Nacht zum Freitag ist vereinzelt auch strenger Frost bis -11 Grad
nicht ganz ausgeschlossen.
Die milde Luft gibt sich so leicht jedoch nicht geschlagen. Von
Westen und Südwesten her hält hingegen tiefer Luftdruck dagegen.
Bereits zum Mittwochabend greift eine Warmfront auf den Südwesten
über. So kann es bis in den Donnerstag hinein im Grenzbereich zur
Kaltluft schneien, wobei die exakte Lage aktuell noch etwas unsicher
ist. Im äußersten Südwesten steigt die Schneefallgrenze
zwischenzeitlich auf über 1000 m an, sodass die Niederschläge dort in
Regen übergehen.
Am Freitag setzt sich der Hochdruckeinfluss dann in der gesamten
Bundesrepublik durch, auch an den Alpen lassen die Schneefälle nach.
Aber bereits in der Nacht zum Samstag kündigt sich von Nordwesten her
ein neuer Tiefausläufer an, der erneut erst Schnee, dann Regen mit
sich bringt. Auf den teils gefrorenen Böden kann es möglicherweise
lokal auch zu gefrierendem Regen kommen. "
Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
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