VHDL16 DWSG 161000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Freitag, 16.01.2026, 10:30 Uhr

Heute überwiegend sonnig, noch mild. Kommende Nacht oft Frost, Glätte
und Nebel. Am Samstag gebietsweise trüb. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Baden-Württemberg gelangt zunehmend in den Einflussbereich von Hoch 
CHRISTIAN über Russland, das vom Osten kältere Festlandsluft 
heranführt. 

FROST/GLÄTTE:
Anfangs in Oberschwaben und Bergland noch örtlich leichter Frost oder
Glätte durch Reif oder Überfrieren von Nässe. 
In der Nacht zum Samstag und am Samstagfrüh abgesehen vom Oberrhein 
verbreitet leichter Frost, mit Schwerpunkt im Osten örtlich Glätte 
durch überfrierende Nässe oder Reif. 
Am Samstag tagsüber an der Donau Dauerfrost.

NEBEL:
Heute am Bodensee und Hochrhein gebietsweise, in der kommenden Nacht 
in den Niederungen und im Osten generell, Nebel mit Sichten unter 150
m, im Tagesverlauf nur zögerlich auflösend.  

Heute neben durchziehende Wolkenfelder oft sonnig. Höchstwerte 
zwischen 6 Grad am Bodensee und 14 Grad am südlichen Oberrhein. Meist
schwacher Wind aus östlicher Richtung. 

In der Nacht zum Samstag anfangs gering bis stark bewölkt. Im Laufe 
der Nacht im Osten und an den Flüssen ausbreitender Nebel und 
Hochnebel.  Tiefstwerte +3 bis -4 Grad, örtlich Glätte. 

Am Samstag auch im Oberrheingraben ausbreitender Hochnebel und 
generell häufig trüb. Mehr Sonne in höheren Lagen von Schwarzwald und
Alb. Niederschlagsfrei bei Höchstwerten von 0 Grad an der Donau bis 
10 Grad im Markgräflerland. Schwacher östlicher Wind.

In der Nacht zum Sonntag verbreitet trüb durch Nebel und Hochnebel. 
Nur in hohen Lagen gering bewölkt. Tiefstwerte am Rhein um 0 Grad, 
sonst meist leichter Frost bis -4 Grad. Stellenweise Glätte. 

Am Sonntag in hohen Lagen viel Sonne, dagegen im Tiefland weiterhin 
Dauergrau. Höchstwerte von um 0 Grad an der Donau bis örtlich 7 Grad 
am Hochrhein. Wind schwach aus Ost, im Bergland zeitweise böig 
auffrischend.

In der Nacht zum Montag neblig oder hochneblig trüb. Nur in hohen 
Lagen teils gering bewölkt. Tiefstwerte im Hochschwarzwald um +1 
Grad, sonst zwischen -1 und -5 Grad.

Am Montag zögerliche Auflösung von Nebel und Hochnebel. In den 
tiefsten Lagen oft ganztägig trüb, im Bergland viel Sonne. Maxima von
1 Grad im Bereich der Ostalb, bis 9 Grad bei Lörrach. Schwacher 
Ostwind.

In der Nacht zum Dienstag neben sich erneut ausbreitende Nebel- und 
Hochnebelfelder gebietsweise (vor allem im Bergland) klar. Minima 0 
bis -6 Grad. 

**


Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 16.01.2026, 10:15 Uhr -
"So turbulent 2026 gestartet ist, so ruhig geht es aktuell und in den
kommenden Tagen weiter. Deutschland liegt derzeit etwas zwischen den 
Stühlen oder besser zwischen den Druckgebilden. Zu nennen wäre hier 
einerseits ein Tiefdruckkomplex über dem nahen Nordostatlantik. An 
dessen Ostflanke zieht Tief IULIIA (ja, mit drei "I") über die 
Nordsee hinweg nordostwärts nach Norwegen. Ihr Ausläufer bringt dem 
Westen und Nordwesten am heutigen Freitag etwas Niederschlag, wobei 
die Phase komplett unstrittig ist: flüssig, also Regen. Denn besagter
Tiefdruckkomplex "schaufelt" mit südwestlicher Strömung sehr milde 
Luft in weite Teile Deutschlands. Vor allem in der Westhälfte sind 
heute verbreitet zweistellige Höchstwerte drin, was beim ein oder 
anderen sicherlich vorfrühlingshafte Gefühle wecken dürfte.

Über Osteuropa thront derweil Hoch CHRISTIAN, ein wirklich 
monumentaler Vertreter seiner Zunft. CHRISTIAN weitet seinen Einfluss
auf Deutschland in den kommenden Tagen immer weiter aus und lenkt 
zudem vermehrt trockene Kontinentalluft aus Osten zu uns. 
Nennenswerte Niederschläge sind damit bis auf Weiteres nicht zu 
erwarten. 

Zudem sinkt das Temperaturniveau im Laufe des Wochenendes wieder 
spürbar ab und passt sich der Jahreszeit an. Während sich die 
Höchstwerte am Wochenende von Osten her wieder zunehmend in einem 
Bereich zwischen 0 und 5 Grad einpendeln, versucht vor allem der 
Westen dieser Entwicklung so gut es geht entgegen zu wirken: Am 
Samstag reicht es dort noch für 12, am Sonntag immerhin noch für 8 
Grad. Die Nächte werden wieder zunehmend frostig, in der neuen Woche 
steht bevorzugt in der Osthälfte erneut der mäßige Frost auf der 
Prognosekarte. 

Wie es sich für eine Hochdrucklage im Winter gehört, werden am 
Wochenende viele Regionen mit zähem Nebel oder Hochnebel zu "kämpfen"
haben. Daraus kann es vereinzelt auch mal etwas Sprühregen geben, 
sodass in den Nächten örtlich weiterhin mit Glätte gerechnet werden 
muss. Sonnenschein gibt es dabei zunächst vor allem in den Hochlagen,
am Alpenrand und auf der windabgewandten, sprich Westseite der 
Mittelgebirge. Ab Sonntag nehmen die Sonnenanteile von Osten her dann
aber allgemein langsam zu und in der neuen Woche darf man sich 
vielerorts über einiges an Sonnenschein freuen. 

Nicht unerwähnt bleiben darf die Windentwicklung im sächsischen 
Bergland und dem angrenzenden Flachland. Dort baut sich ab heute der 
Böhmische Wind auf, der bis in die neue Woche hinein anhält und 
durchaus stürmisch auffrischen kann. 

Auch wenn die Unsicherheiten ab Mitte nächster Woche wieder größer 
werden (vor allem was die Bewölkungsprognose angeht) stehen die 
Zeichen wohl weiterhin auf einer trockenen, ostwindgeprägten 
Witterung bei noch etwa zurückgehendem Temperaturniveau. 
"

Das erklärt Dipl.-Met. Tobias Reinartz  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


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