VHDL16 DWSG 091000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Freitag, 09.01.2026, 10:30 Uhr
Starker bis stürmischer Wind, im Bergland Sturm, teils Orkan.
Gewitter nicht ausgeschlossen. Zunehmend Schneefall und teils
Schneeverwehungen.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Ein Sturmtief über Belgien zieht heute weiter nach Deutschland. Dabei
wird mit einer lebhaften Westströmung vorübergehend milde Meeresluft
herangeführt. Nachfolgend setzt sich dann wieder kältere Luft durch.
WIND/STURM/ORKAN:
Heute im Tiefland starke bis stürmische Böen zwischen 50 und 70 km/h
aus Südwest. Im Bergland Sturmböen und schwere Sturmböen zwischen 70
und 90, exponiert bis 100 km/h. In den Hochschwarzwald orkanartige
Böen und Orkanböen zwischen 110 und 130 km/h aus Südwest. In der
kommenden Nacht nur zögerliche Windabschwächung.
Am Samstag im Bergland weiterhin Wind- und Sturmböen zwischen 60 und
80 km/h. Im Hochschwarzwald schwere Sturmböen um 100 km/h. Im
Tagesverlauf nachlassender und auf Nordwest drehender Wind.
GEWITTER/SCHNEE/STURM:
Heute vereinzelt kurze Gewitter mit Schnee, Graupel, Sturmböen oder
auch schweren Sturmböen bis 100 km/h nicht ausgeschlossen.
FROST:
In der kommenden Nacht und am Samstag im Schwarzwald und auf der
Schwäbischen Alb leichter Dauerfrost zwischen 0 und -3 Grad.
SCHNEE/GLÄTTE/SCHNEEVERWEHUNGEN (UNWTTER):
In der Nacht zum Samstag wieder bis in die Niederungen fallende
Schneefallgrenze, gebietsweite 1 bis 5 cm, im Hochschwarzwald örtlich
auch 10 bis 20 cm Neuschnee. Glättegefahr, im Bergland zunehmend
Schneeverwehungen.
Am Samstag weitere Schneefälle. In tiefen Lagen nochmals 1 bis 5 cm,
im oberen Bergland zunehmende Unwettergefahr mit 15 bis 30 cm
Neuschnee. Vermehrt Schneeverwehungen, teils mit unwetterartigen
Auswirkungen.
Heute wechselnd bis stark bewölkt. Örtlich Regenschauer, Gewitter mit
Schnee und Graupel nicht ausgeschlossen. Im Tagesverlauf im höheren
Bergland zunehmend Schneefall, im Nordwesten aufkommender Regen.
Höchstwerte zwischen 3 und 8, am Rhein bis 10 Grad. Frischer bis
starker Südwestwind mit stürmischen Böen oder Sturmböen, im
Schwarzwald und auf der Alb Sturmböen und schwere Sturmböen. In
Hochlagen teils orkanartige Böen, auf dem Feldberg Orkanböen.
In der Nacht zum Samstag stark bewölkt bis bedeckt. Von Nordwesten
vermehrt Regen, Schneeregen und später Schnee. Im Nordosten und im
Bergland auch mäßiger Schneefall. Im Schwarzwald zunehmend kräftiger
Schneefall. Minima in tiefen Lagen um +2 Grad, im Bergland 0 bis -3
Grad. Weiterhin starke bis stürmische Böen aus Südwest, im höheren
Bergland zum Teil schwere Sturmböen und Schneeverwehungen. Auf dem
Feldberg weiter orkanartige Böen oder auch Orkanböen.
Am Samstag meist bedeckt. Von Nordwesten her weiterer Schnee, nur
anfangs in tiefsten Lagen noch Schneeregen. Vor allem im Schwarzwald
und an der Ostalb kräftiger Schneefall und markante
Neuschneezuwächse. Teils Unwetter. Maxima im Bergland um -1, sonst
oft zwischen 0 und +4 Grad, im Rheingraben bis +5 Grad. Frischer
Südwest- bis Westwind mit starken bis stürmischen Böen, in Hochlagen
Sturm- oder schwere Sturmböen. Dort Schneeverwehungen, teils mit
unwetterartigen Auswirkungen. Im Abendverlauf Winddrehung auf
Nordwest.
In der Nacht zum Sonntag weiterer Schnee. Entsprechend Glätte. Im
Verlauf von Norden her nachlassender Schneefall. Minima zwischen -2
Grad am Rhein und -12 Grad auf der Frankenhöhe. In hohen Lagen noch
starke Böen aus Nordwest und letzte Schneeverwehungen.
Am Sonntag auch im Bergland und Allgäu nachlassender Schneefall und
bis zum Nachmittag von Norden her auflockernde Bewölkung. Zwischen
dem Kraichgau und der Hohenloher Ebene bereits ab Sonnenaufgang
heiter. Dauerfrost, Höchstwerte zwischen -4 und -1 Grad, im Breisgau
um 0 Grad, auf der Alb bis -6 Grad. Schwacher Wind aus
unterschiedlichen Richtungen.
In der Nacht zum Montag von Westen erneut aufziehende Bewölkung,
örtlich Nebelfelder. Meist noch trocken. Tiefstwerte von -5 bis -9,
im Bergland und Oberschwaben strenger Frost bis -12 Grad. Glätte
durch überfrierende Nässe. Auf dem Feldberg starke bis stürmische
Böen aus südlichen Richtungen.
Am Montag zunehmend bedeckt, von Westen rasch Schnee, dann Regen.
Glatteisbildung wahrscheinlich. Maxima im Bergland und generell in
der Osthälfte zwischen -2 und 0, sonst zwischen +1 und +5 Grad. Meist
schwacher Südwestwind, im Bergland mit frischen, auf den
Schwarzwaldgipfeln starken bis stürmischen Böen oder Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt, weiterhin Regen oder Schnee
mit erhöhter Glättegefahr. Minima zwischen +2 Grad im Breisgau und -5
Grad auf der Ostalb. Exponiert im Schwarzwald starke bis stürmische
Böen aus Südwest.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 09.01.2026, 10:15 Uhr -
"Die Ausläufer des Sturmtiefs ELLI, das sich vom Ärmelkanal
allmählich in die Mitte Deutschlands verlagert und sich dabei am
Wochenende langsam auflöst, haben Deutschland erreicht. Am heutigen
Freitag wird es daher sehr turbulent in der Wetterküche. Von der
Nordsee bis zur Lausitz schneit es gebietsweise unwetterartig. Dazu
kommt im Norden regional ein strammer Ostwind, der den Schnee
erheblich verwehen kann und damit für große Behinderungen im Straßen-
und Schienenverkehr sorgt! Weiter nach Südwesten ist die Lage
zunächst, in Bezug auf Glätte, etwas entspannter. Dort fällt
schauerartiger Regen, nur im Bergland auch Schnee. Zum Abend sinkt
die Schneefallgrenze ab und die Nässe kann überfrieren, was ebenfalls
für schwierige Straßenverhältnisse sorgt. Zudem stürmt es im
Südwesten ordentlich. Die Temperaturspanne reicht von -6 Grad an der
Oder bis +9 Grad im Südwesten.
In der Nacht zum Samstag lassen die Schneefälle im Norden und Osten
langsam nach. Der Fokus muss dann weiter nach Westen gerichtet
werden, denn verbreitet geht der Regen, mit Ausnahme der
südwestdeutschen Flusstäler, wieder in Schnee über. In den Staulagen
der Mittelgebirge gibt es mitunter ordentlichen Flockenwirbel mit 10
bis 20 cm Neuschnee. Der Wind im Südwesten lässt zumindest im
Tiefland etwas nach. Im Küstenumfeld bläst nach wie vor ein
stürmischer Ostwind samt Schneeverwehungen.
Am Samstag verlagern sich die Schneefälle in die Südhälfte. Vor allem
in den Staulagen der Mittelgebirge und im Allgäu schneit es teils
heftig mit 10 bis 20, teils über 30 cm Neuschnee. In tieferen Lagen
kommen meist 1 bis 10 cm zusammen. Im Norden und Osten kehrt,
abgesehen von vereinzelten Schneeschauern, Ruhe ein. Positive
Temperaturen werden nur noch südlich des Mains gemessen, aber auch
dort erfolgt im Tagesverlauf ein Temperaturrückgang in den
Frostbereich. In der Nacht wird es knackig kalt und über Schnee sind
Tiefstwerte unter -10 Grad zu erwarten!
Der Sonntag ist dann oftmals ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch.
Bei zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch
die frisch verschneite Landschaft. Allerdings sollte man sich warm
anziehen, denn verbreitet herrscht leichter, teilweise auch mäßiger
Dauerfrost. Nachts ist auch strenger Frost unter -10 Grad möglich.
Zum Start in die neue Woche droht dann aus Westen neues Ungemach in
Form von gefrierendem Regen. Im Anschluss deutet sich dann eine
Milderung an, wobei abgewartet werden muss, wie weit diese nach
Nordosten vorankommt. "
Das erklärt Dipl.-Met. Marcel Schmid von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
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