VHDL16 DWSG 081000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Donnerstag, 08.01.2026, 10:30 Uhr
Leichter Schneefall samt Glätte mit im Tagesverlauf Übergang in
Regen. Kommende Nacht zunehmend stürmisch.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Von Westen nähert sich Sturmtief ELLI, das heute und in der Nacht zum
Freitag eine Zugbahn über den Ärmelkanal hinweg bis nach Benelux
nimmt. Dabei strömt mit einer kräftigen Westströmung feuchte und
milde Atlantikluft nach Baden-Württemberg.
SCHNEE/GLÄTTE/GLATTEIS:
Heute und in der ersten Nachthälfte zum Freitag bei ansteigenden
Temperaturen im Tiefland meist nur geringfügiger Schneefall. In
mittleren und hohen Lagen 1 bis 5, im Hochschwarzwald bis zu 10 cm
Neuschnee. Dabei
Glättegefahr mit, beim Übergang in Regen, lokalem Potential für
Glatteis!
FROST:
Anfangs mit Ausnahme vom südlichen Oberrheingraben verbreitet
leichter Frost. Tagsüber in mittleren und hohen Lagen Dauerfrost.
WIND/STURM:
Tagsüber auf den Schwarzwaldgipfeln starke bis stürmische Böen bis
60, nachmittags auf dem Feldberg Sturmböen um 85 km/h aus Südwest.
In der Nacht zum Freitag Windzunahme. Dabei auch im Tiefland
auflebende Windböen zwischen 50 und 60, im Bergland Sturmböen um 75,
im Hochschwarzwald schwere Sturmböen bis 90 km/h aus Südwest.
Exponiert im Schwarzwald orkanartige Böen und Orkanböen bis 130 km/h.
Am Freitag tagsüber unveränderte Windverhältnisse. Auch im Tiefland
zeitweise Sturmböen bis 80 km/h.
GEWITTER:
Am Freitag tagsüber lokal kurze Gewitter mit Sturmböen.
Heute bedeckt bei leichtem Schneefall, im Tagesverlauf in tiefen und
mittleren Lagen in Regen übergehend. Lokal Glatteis nicht
auszuschließen! Milder: in mittleren und hohen Lagen leichter
Dauerfrost bei -1 Grad. Sonst 0 bis 3, in Südbaden bis 6 Grad. Oft
mäßiger Südwestwind mit frischen, im Bergland starken Böen, auf dem
Feldberg Sturmböen bis schwere Sturmböen.
In der Nacht zum Freitag verbreitete und zum Teil kräftige
Niederschläge, vorübergehend bis in höchste Lagen als Regen. In
einigen Tälern und Senken kurzzeitig Glatteis nicht ausgeschlossen.
Bis zum Morgen überall Temperaturanstieg mit Werten dann von 8 Grad
im Oberrheingraben bis 2 Grad im Hochschwarzwald. Verbreitet starke
bis stürmische Böen aus Südwest; im Bergland Sturmböen; auf den
Schwarzwaldgipfeln auch orkanartige oder Orkanböen.
Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt mit wiederholten, zum Teil
schauerartigen Niederschlägen, im höheren Bergland wieder zunehmend
in Form von Schnee. Höchstwerte zwischen 3 und 8, am südlichen
Oberrhein bis 10 Grad. Frischer bis starker Südwestwind mit
stürmischen Böen oder Sturmböen, im Schwarzwald und auf der Alb
Sturm-, auf dem Feldberg orkanartige Böen oder Orkanböen.
In der Nacht zum Samstag wechselnd bis stark bewölkt und wiederholt
Schnee- und Regenschauer. Evtl. im Nordosten auch mäßiger Schneefall.
Minima in tiefen Lagen um +2 Grad, im Bergland 0 bis -3 Grad. Vor
allem dort Glätte. Weiterhin starke bis stürmische Böen aus Südwest,
im höheren Bergland zum Teil schwere Sturmböen und Schneeverwehungen.
Am Samstag meist bedeckt. Von Nordwesten her ausbreitender Schnee,
nur anfangs in tiefsten Lagen noch Regen. Dabei vor allem im
Schwarzwald und an der Ostalb markante Neuschneezuwächse
wahrscheinlich. Maxima im Bergland um -1, sonst oft zwischen +1 und
+5 Grad. Frischer Westwind mit starken bis stürmischen Böen, in
Hochlagen Sturm- oder schwere Sturmböen. Dort Schneeverwehungen.
In der Nacht zum Sonntag weitere Niederschläge, zunehmend bis in
tiefste Lagen als Schnee. Entsprechend Glätte. Minima zwischen -2
Grad am Rhein und -10 Grad auf der Frankenhöhe. In hohen Lagen noch
starke bis stürmische Böen aus West und Schneeverwehungen.
Am Sonntag im Bergland und Allgäu nachlassender Schneefall, danach
weiterhin stark bewölkt. Ansonsten Wolkenauflockerung und meist
trocken. Höchstwerte im Breisgau bis +1 Grad, sonst verbreitet
Dauerfrost bis -3, auf der Alb bis -7 Grad. Schwacher, variabler
Wind.
In der Nacht zum Montag von Westen erneut aufziehende Bewölkung.
Meist noch trocken. Tiefstwerte von -5 bis -9, im Bergland und
Oberschwaben strenger Frost bis -12 Grad. Auf dem Feldberg starke bis
stürmische Böen aus südlichen Richtungen.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 08.01.2026, 10:15 Uhr -
"Ein buntes Kunterbunter an Tiefdruckgebieten - ULLI, CONSTANZE,
DAGMAR und wie sie alle heißen - tummeln sich auf der Wetterkarte.
Das für unser Wetter zunehmend verantwortliche Sturmtief heißt ELLI.
Und das hat es ganz schön in sich.
Heute bleibt es tagsüber noch relativ ruhig. Winterliches Wetter mit
Dauerfrost in Teilen des Ostens. Dabei ist es meist grau und zumeist
leichte Schneefälle ziehen umher, nur ganz im Osten kommt die Sonne
öfter heraus. Ab dem Nachmittag bzw. Abend wird es jedoch spannend.
ELLI schickt ihre Warmfront aus Südwesten heran und bringt verbreitet
Niederschläge. In der Nacht kommen diese weiter in nordöstliche
Richtung voran. Was die Niederschlagsform angeht, so ist so ziemlich
von allem etwas dabei. Anfangs fällt meist Schnee und es kommen
besonders in einem Streifen von der Nordsee bis in den Südosten
Deutschlands zu einigen Zentimetern Neuschnee. Dahinter geht der
Schnee in der zunehmend milderen Luft im Südwesten in Regen über. Vor
allem im Südosten bleibt es jedoch noch kalt und der Regen kann auf
den frostigen Böden gefrieren und zu Glatteis führen. Eine gewisse
Vorsicht ist also angebracht.
Zum morgigen Freitag beweist ELLI, dass sie zurecht als Sturmtief
betitelt wird. Mit einer Zugbahn vom Ärmelkanal über Benelux nach
Deutschland hinein wird es turbulent. Im Südwesten wird es mit einem
aus Südwesten wehenden Wind zunehmend stürmischer. Mit dieser
Strömung wird es jedoch auch milder, sodass die Schneefallgrenze
deutlich ansteigt und der Niederschlag in tieferen Lagen als Regen
fällt.
Im Norden und Osten sieht es deutlich anders aus. Hier wird es zwar
vor allem an der Küste auch stürmischer, jedoch kommt der Wind aus
Osten und bringt daher weiterhin kalte Luft und die Niederschläge
werden als teils mäßige Schneefälle fallen. Wind und Schnee in
Kombination können dabei durch Verwehungen zu erheblichen Problemen
im Straßenverkehr führen!
Am Samstag bewegt sich ELLI nach Südosten in Richtung Tschechien und
schwächt sich dabei ab. Für Deutschland bedeutet das, dass sich die
Kaltluft wieder durchsetzt. Die Niederschläge ziehen allmählich in
Richtung Südosten und die Schneephase dominiert erneut. Die Nächte
werden nun mit zunehmenden Auflockerungen von Norden her empfindlich
kalt und strenger Frost unter -10 Grad ist keine Seltenheit.
Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Wetterberuhigung. Unter
Hochdruckeinfluss zeigt der Winter, was er kann und lässt die
Temperaturen kaum über 0 Grad steigen. In der Nacht fallen die
Temperaturen rapide. Durch die oft fehlende dämpfende Wirkung der
Wolken sinken die Temperaturen oft in den zweistelligen
Minusbereich."
Das erklärt M.Sc. Fabian Chow von der Wettervorhersagezentrale des
Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden
Tage.
Hinweis:
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