VHDL16 DWSG 051000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 05.01.2026, 10:30 Uhr
Zunächst mäßiger, in der Südosthälfte strenger Frost. Tagsüber trotz
viel Sonne verbreitet Dauerfrost.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Eine Hochdruckbrücke liegt über Baden-Württemberg. In der Nacht zu
Dienstag wird der Hochdruckeinfluss von einem schwachen Tiefausläufer
nur kurz unterbrochen.
FROST:
Heute bis in die Vormittagsstunden flächendeckend mäßiger, vor allem
in Oberschwaben strenger Frost, örtlich bis -17 Grad. Im weiteren
Tagesverlauf leichter, im Bergland und in Oberschwaben mäßiger
Dauerfrost, nur am Oberrhein knapp über 0 Grad.
In der Nacht zum Dienstag verbreitet Tiefstwerte bis -8 Grad. Im
Schwarzwald, auf der Alb und südlich davon bis -14 Grad.
GLÄTTE:
Morgens und am Vormittag punktuell gefrorene Nässe oder Reif. Ganz
ähnlich in der Nacht zum Dienstag, dann im Nordwesten zudem
allerdings gebietsweise durch geringfügigen Schneefall.
Heute anfangs gebietsweise dichte Wolkenfelder oder Hochnebel.
Abgesehen davon sonnig, ab Mittag über weite Strecken wolkenlos.
Dauerfrost bei Höchstwerten von -6 Grad im Bergland und -1 Grad in
tieferen Lagen, am Oberrhein stellenweise bis +1 Grad. Schwacher
Südwestwind.
In der Nacht zum Dienstag anfangs meist nur gering bewölkt. Im
weiteren Verlauf mehr Wolken und im Nordwesten vereinzelt
geringfügiger Schneefall mit Glätte. Verbreitet mäßiger bis strenger
Frost bei Tiefstwerten von -8 bis -14 Grad.
Am Dienstag mehr Wolken als Sonne. Im Nordwesten meist
niederschlagsfrei, im Südosten zeitweise ein paar Schneeflocken.
Generell Dauerfrost mit Höchstwerten von -6 Grad im Bergland bis -1
Grad im Rheintal. Schwacher Wind aus südwestlichen Richtungen.
In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt und niederschlagsfrei.
Mäßiger Frost von -6 Grad im Rheintal bis strenger Frost von -16 Grad
im Bereich der Alb und in Oberschwaben.
Am Mittwoch anfangs in den Niederungen vereinzelt trüb, sonst viel
Sonne. Im Tagesverlauf von Westen aufziehende Wolkenfelder. Trocken.
Höchstwerte bei verbreitetem Dauerfrost von -6 Grad im Allgäu bis +1
Grad im Oberrheingraben. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.
In der Nacht zum Donnerstag zunehmend bedeckt und von Westen
aufkommender leichter Schneefall. Tiefstwerte von -2 Grad im Rheintal
und bis -11 Grad im strengen Frost im Bereich der Alb und in
Oberschwaben. Auf dem Feldberg starke bis stürmische Böen aus
Südwest.
Am Donnerstag meist bedeckt und verbreitet zunehmender Schneefall
sowie dadurch Schneeglätte, später im Westen Schneeregen, evtl. auch
Glatteis durch gefrierenden Regen. Höchstwerte von -1 Grad im
Bergland und in Oberschwaben und +4 Grad im Rheintal. Oft mäßiger
Südwestwind, in Böen frisch, im Bergland stark, auf dem Feldberg
Sturmböen.
In der Nacht zum Freitag bedeckt und verbreitet Schneefall und
Schneeregen, in Regen übergehend. Vorübergehend auch gefrierender
Niederschlag mit Glatteisgefahr! Tiefstwerte +2 bis -3 Grad. Starke
Böen, auf Schwarzwaldgipfeln auch schwere Sturmböen oder orkanartige
Böen.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 05.01.2026, 10:15 Uhr -
"Der Winter ist in Deutschland eingekehrt und in vielen Regionen
Deutschlands liegt aktuell Schnee, der bei den meist frostigen
Temperaturen in den nächsten Tagen auch noch liegen bleiben wird. Der
Grund ist eine kalte polare Luftmasse, die noch einige Tage über
Deutschland und Mitteleuropa verweilt. Für die Regionen, in denen
aktuell kein Schnee liegt, sieht es Schnee-technisch hingegen mau
aus. Es ist zwar kalt genug, doch nennenswerte neue Niederschläge
sind in weiten Landesteilen vorerst nicht zu erwarten.
Anders sieht es im Nordseeumfeld aus. Ein kleines Tief namens BIRTE
befindet sich am heutigen Montag über der Deutschen Bucht. Dieses
produziert zahlreiche und teils kräftige Schneeschauer, die von der
Nordsee vor allem Schleswig-Holstein landeinwärts ziehen. Die meisten
Nordseeinseln bekommen dadurch zumindest wenige Zentimeter Neuschnee,
strichweise kann es aber auch mal in kräftigen Schauern, teils auch
Gewittern, stark schneien, sodass innerhalb weniger Stunden 10 cm
oder mehr fallen können. Am wahrscheinlichsten sind hiervon Teile der
Nordfriesischen Inseln und das anschließende Schleswig-Holsteinische
Binnenland betroffen.
Im großen Rest des Landes gestaltet sich das Wetter deutlich ruhiger.
Zwar ziehen ab dem Nachmittag und in der Nacht zum morgigen Dienstag
in der Nordwesthälfte auch mal schwache Schneefälle durch,
nennenswerten Neuschnee bringen diese aber nicht. In der Südosthälfte
ist es vielfach klar und knackig kalt. Über Schnee kühlt sich die
Luft schnell ab und sinkt teils in den strengen Frost (< -10 Grad)
ab. Am Alpenrand sind Temperaturen bis -15 Grad wahrscheinlich, in
einigen Alpentälern kann es sogar noch kälter werden. Weniger frostig
wird es hingegen unter den Wolken im Nordwesten.
Am morgigen Dienstag ist oft bewölkt, teils kann es aber auch ein
paar Auflockerungen geben. Schnee fällt nur vereinzelt, nur in
Nordseenähe sind noch weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte
Plusgrade gibt es entlang des Rheins, in Teilen NRWs, im Emsland und
an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben im Dauerfrost -
beste Voraussetzungen, um die Tiefkühltruhen abzutauen und um das
Gefriergut vorübergehend im Freien zu lagern. Auch die Schneedecke
kann sich dadurch halten, es kann also weiterhin auf den Hängen
gerodelt oder in den Skigebieten Skigefahren werden.
Nach einer erneut eisig kalten Nacht ändert sich am Mittwoch noch
nicht allzu viel. Von Brandenburg bis nach Bayern bleibt es ruhig mit
sogar recht häufigem Sonnenschein und es bleibt tagsüber weiterhin
frostig kalt. Mehr Wolken gibt es in der Nordwesthälfte, wo am
Nachmittag aus Westen auch leichte Schneefälle aufkommen. Ursache ist
ein neues Tief über der Nordsee, das ein Frontensystem in den
Nordwesten schickt. Durch das Tief wird es an der Nordsee auch wieder
deutlich windiger, auf den Nordfriesischen Inseln kommen sogar
Sturmböen auf.
Ab Donnerstag stellt sich die Wetterlage allmählich um. Die Strömung
dreht wieder mehr auf West, sodass die polare Kaltluft peu-à-peu
wieder aus Deutschland verdrängt wird. Ein erstes Frontensystem
erreicht uns schon am Donnerstag mit Schneefällen, die ganz im Westen
schon in Schneeregen übergehen können. Die Temperatur klettert dann
wieder häufiger über Null Grad, im Westen sogar auf +4 Grad. Noch
durchgreifender ist die Milderung am Freitag. Dann dürfte es dem
Schnee wieder an den Kragen gehen. "
Das erklärt Dr. rer. nat. Markus Übel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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