VHDL16 DWSG 281000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Dienstag, 28.01.2025, 10:30 Uhr

Abziehender Regen, im Allgäu vorübergehend auch Schnee. Im 
Hochschwarzwald Sturmböen, nachts exponiert orkanartige Böen. Am 
Mittwoch auch Windböen bis ins Tiefland. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Das Frontensystem eines Tiefs über Italien beeinflusst 
Baden-Württemberg am Vormittag. Nach anschließend kurzer 
Wetterberuhigung wird ab dem späten Abend ein Tief über 
Großbritannien wetterbestimmend. 

WIND/STURM: 
Heute auf den Schwarzwaldhöhen stürmische Böen um 70, am Feldberg 
auch Sturmböen bis 85 km/h aus Südwest. In der Nacht zum Mittwoch auf
Schwarzwald und Alb verbreitet Sturmböen, an exponierten Stellen 
schwere Sturmböen bis 100 km/h, am Feldberg auch orkanartige Böen um 
110 km/h.
Von Mittwochfrüh an auch im Tiefland gebietsweise Böen bis 60 km/h, 
ab dem Mittag generell abschwächend. 

DAUERREGEN:
Vom Allgäu bis zum östlichen Bodensee bis zum Mittag binnen 21 
Stunden um 30 l/qm Regen.

SCHNEE: 
Anfangs im Allgäu oberhalb ca. 800 m wenige Zentimeter Neuschnee und 
Glätte.

GEWITTER:
In der Nacht zum Mittwoch insbesondere im Schwarzwald vereinzelte 
Blitze nicht ausgeschlossen. 

Heute stark bewölkt. In der Südosthälfte zunächst verbreitet Regen, 
im Allgäu oberhalb 800-1000m auch etwas Schnee. Am Nachmittag dann 
verbreitet niederschlagsfrei, ehe am Abend im Westen neuer Regen 
einsetzt. Maximal 4 Grad auf der Alb, bis 12 Grad in der Ortenau. 
Zunehmend frischer Südwestwind mit stürmischen Böen im Bergland. Am 
Feldberg Sturmböen. 

In der Nacht zum Mittwoch verbreitet schauerartiger Regen, im 
Südschwarzwald auch Schnee. Kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. 
Tiefstwerte 8 bis 1 Grad. Im Bergland oft, in tieferen Lagen einzelne
starke bis stürmische Böen. Auf den Schwarzwaldgipfeln Sturm- oder 
schwere Sturm-, am Feldberg auch orkanartige Böen aus Südwest.

Am Mittwoch bis zum Mittag nachlassende Schauertätigkeit, dann 
Wolkenauflockerung. Maxima von 4 Grad im Bergland bis 12 Grad am 
Rhein. Mäßiger, zeitweise stark böiger Wind aus Südwest. Im 
Hochschwarzwald stürmische Böen oder Sturmböen. Am Nachmittag rasch 
nachlassender Wind.

In der Nacht zum Donnerstag verbreitet hohe Wolkenfelder, aber 
trocken. Verbreitet Frost, lokal bis -4 Grad. Nur in tiefen Lagen bei
+1 Grad. Gebietsweise Glätte durch überfrierende Nässe. 

Am Donnerstag bei Durchzug hoher und mittelhoher Wolkenfelder meist 
freundlich und trocken. Quecksilberanstieg auf Werte von 4 Grad im 
Allgäu bis 10 Grad an Neckar und Rhein. Schwacher Wind aus 
unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag zunehmend stark bewölkt, von Westen sich 
ausbreitender Regen, in hohen Lagen Schnee mit Glätte. Vor allem in 
Oberschwaben in den Frühstunden leichter Schneefall, der in Regen 
übergeht und zeitweise gefrierend sein kann (örtlich Glatteis). 
Abkühlung auf +4 bis -3 Grad.  

Am Freitag stark bewölkt. Nach Südosten abziehender Regen, in 
Oberschwaben anfangs leichter Schnee/Schneeregen mit Glätte oder 
örtlich Glatteis. Maxima zwischen 1 Grad in hohen Lagen und 7 Grad im
Oberrheingraben. Schwacher Westwind.

In der Nacht zum Samstag Aufklaren und gebietsweise Nebel, südlich 
der Donau noch stark bewölkt aber auch hier meist trocken. Minima 
zwischen 0 und -5 Grad, gebietsweise Glätte.

**


Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 28.01.2025, 10:15 Uhr -
"Der Tiefdruckeinfluss hält mindestens bis zum Freitag an, wobei 
zunächst noch sehr milde Luft aus dem Südwesten nach Deutschland 
gelenkt wird. Zwar kühlt es im Laufe der Woche ein wenig ab, für 
Winterwetter im Tiefland reicht es aber weiterhin nicht. Sogar über 
das Wochenende hinaus sieht es nicht rosig aus für die 
Winterwetterfans unter den "Flachlandtirolern".

Am morgigen Mittwoch liegt Deutschland zwischen den Stühlen oder 
besser gesagt zwischen den Ausläufern des Tiefs IVO mit Zentrum über 
der nördlichen Ostsee und des Tiefs JULIAN mit Zentrum über der 
Biskaya. Dabei hinterlässt IVO eine südwestliche Strömung mit 
feuchter und milder Luft, sodass weiterhin viele Wolken, 
schauerartige Regenfälle und für die Jahreszeit recht hohe 
Temperaturen von tagsüber 6 bis 12 Grad das Wetter prägen. Zudem 
bläst zeitweise recht flotter Wind mit starken Böen, auf den Bergen 
wird es stürmisch. Wäre es nicht Januar und die Bäume kahl, könnte 
man denken, es sei November bzw. Herbst.

Am Donnerstag wird es nicht mehr ganz so herbstlich, da der Wind 
langsam nachlässt und die Temperaturen tagsüber nicht mehr auf 
zweistellige Höchstwerte steigen. Im Nordwesten fällt neuer Regen, 
nach Süden hin kann sich dagegen vorübergehend die Sonne zeigen. Der 
Regen verlagert sich nachts in den Südosten, wobei die Temperaturen 
Richtung 0 Grad sinken, dann sind tatsächlich winterliche Kapriolen 
in Form von Glatteis oder im Bergland einer dünnen Neuschneedecke 
möglich.

Zum Wochenende hin nehmen die Niederschlagssignale immer mehr ab, die
Sonnenschein- und Nebelanteile dagegen zu. Das Temperaturniveau 
pendelt sich auf niedrige bis mittlere einstellige Höchstwerte ein, 
in den Nächten muss außer direkt an den Küsten mit leichtem, örtlich 
mäßigem Frost gerechnet werden. Möglicher Reif könnte der Landschaft 
dann sogar einen weißen Anstrich verpassen, ein Wintereinbruch ist 
das aber natürlich nicht. Der steht auch nicht zum Beginn der 
kommenden Woche auf dem Plan, da sich das Wetter vorerst kaum ändert.
"

Das erklärt Dipl.-Met. Simon Trippler von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


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