VHDL16 DWSG 241000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Sonntag, 24.03.2024, 10:30 Uhr

Windböen und Schauer, vor allem in höheren Lagen etwas Schnee.
Einzelne Gewitter mit Sturmböen und Graupel.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Ein Tief über Jütland und Meeresluft polaren Ursprungs bestimmen das
Wetter in Baden-Württemberg.

WIND/STURM:
Verbreitet starke bis stürmische Böen zwischen 55 und 70 km/h, in den
Kammlagen des Schwarzwaldes Sturmböen bis 85 km/h. Am Abend
allmählich abschwächend, in der Nacht im Bergland noch starke bis
stürmische Böen um 60 km/h.

GEWITTER:
Heute bevorzugt am Nachmittag einzelne kurze Graupelgewitter mit
Sturmböen bis 80 km/h.

GLÄTTE/FROST:
Tagsüber und Eingangs der Nacht vor allem oberhalb 600 Meter
kurzzeitig Glätte durch Graupelschauer. Im Hochschwarzwald auch
wenige Zentimeter Neuschnee.
In der Nacht in ähnlichen Höhenlagen lokal Glätte durch überfrierende
Nässe.

Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf stark bewölkt. Zunehmende
Schaueraktivität und kurze Gewitter, zum Teil mit Graupel oder Schnee
vermischt. Höchsttemperatur zwischen 2 Grad im Südschwarzwald und 10
Grad am Rhein. Mäßig bis frischer Wind mit verbreitet starken bis
stürmischen Böen aus Südwest, auf dem Feldberg sowie bei Gewittern
auch Sturmböen.

In der Nacht zum Montag allmählich seltener werdende, aber noch nicht
gänzlich abklingende Schauer. Tiefsttemperatur +4 bis -3 Grad, dabei
im Bergland Glätte. Dort zumindest anfangs noch starke bis stürmische
Böen aus Südwest. Weiter abschwächend.

Am Montag überwiegend niederschlagsfrei. Nach teils dichteren
Wolkenfeldern am Vormittag im weiteren Tagesverlauf zunehmend Sonne,
ehe zum Abend von Westen wieder kompakte Wolken aufziehen.
Höchstwerte von 8 Grad im Bergland bis 14 Grad am Rhein. Schwacher
Wind aus östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt aber trocken. Tiefstwerte
zwischen +4 Grad am Rhein und um -2 Grad in Oberschwaben.

Am Dienstag mal mehr, mal weniger dichte Wolkenfelder, generell aber
viel Sonne. Trocken, Maxima zwischen 12 Grad in höheren Lagen und
lokal 18 Grad an Rhein und Neckar. Meist schwacher Wind um Ost, in
Böen gelegentlich auffrischend.

In der Nacht zum Mittwoch von West nach Ost zunehmend bedeckt und
aufkommender Regen, im Südschwarzwald leichter Schneefall. Frühwerte
zwischen 7 und 0 Grad.

Am Mittwoch bedeckt und zeitweise Regen. Im Tagesverlauf von Westen
her nachlassend und Auflockerungen. Höchstwerte 7 bis 13 Grad.
Schwacher bis mäßiger Südwestwind mit frischen bis starken Böen.

In der Nacht zum Donnerstag vorübergehendes Aufklaren, ehe von Westen
erneut Wolken und Regen aufziehen. Minima +5 bis -1 Grad.

**

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 24.03.2024, 10:15 Uhr –
„Ein Schwung höhenkalter Luft beschert uns derzeit ein typisches
„Aprilwetter“ im März. So erwartet uns auch am heutigen Sonntag ein
bunter „Wetterstrauß“: Es ziehen wiederholt Regen- und Graupelschauer
durch, die im Bergland und an den Alpen zeitweise in Schnee
übergehen. Dazu kommt es zu kurzen Gewittern. Insbesondere in
Schauer- und Gewitternähe kann der westliche Wind auch mal stark bis
stürmisch auffrischen. Zwischen dichteren Wolken zeigt sich aber hin
und wieder auch mal die Sonne. Dazu fließt an der Westflanke von Tief
„Kilia I“ über Dänemark (Tief „Kilia II“ liegt im Bereich des
Finnischen Meerbusen) mit einer nördlichen Strömung eine der
Jahreszeit entsprechend normal temperierte Luft ein. So liegen die
Höchstwerte bei 6 bis 10 Grad, in der Nacht zum Montag kommt es
insbesondere in einigen Mittelgebirgslagen sowie in Alpentälern zu
leichtem Frost.

Am Montag beeinflusst das „Aprilwetter“ dann noch den Nordosten und
Osten Deutschlands. Sonst stellt sich Zwischenhocheinfluss ein und
die Strömung dreht allmählich wieder auf südwestliche bis südliche
Richtungen. Damit gelangt deutlich mildere Luft in den Westen und die
Höchstwerte steigen bereits auf bis zu 14 Grad. In der Nacht zum
Dienstag ist allerdings noch einmal gebietsweise mit leichtem Frost
zu rechnen.

Am Dienstag zeigt sich dann unter weiterhin anhaltendem
Zwischenhocheinfluss vielfach die Sonne und die mildere Luft macht
sich in weiten Teilen des Landes breit. Damit klettern die
Höchstwerte noch ein wenig höher auf bis zu 17 Grad im Südwesten.

Allerdings zieht zum Mittwoch dann von Westen her der Ausläufer eines
Tiefdrucksystems über Frankreich und Großbritannien auf, der
Deutschland bis Donnerstagmorgen allmählich ostwärts überquert. Dabei
regnet es vorübergehend und auch der Wind frischt zeitweise stark
böig auf. Am Donnerstag folgt dann von Westen her sogleich der
nächste Tiefausläufer, der mit Regen und Wind für einen anhaltend
wechselhaften Wettercharakter sorgt.

Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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