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Thema des Tages

Ein Blick in den Himmel kann helfen

Jeder hatte schon einmal das Problem: Man muss aus dem Haus, der 
Wetterbericht verspricht trockenes Wetter und dann wird man doch 
nass. Doch was kann man selbst tun?

Dass ein Wetterbericht großräumig erstellt wird und nicht immer für 
jeden individuell passt, ist kein Geheimnis. Aber man ärgert sich 
natürlich trotzdem, wenn der Wetterbericht für den eigenen Ort falsch
ausgefallen ist und man deshalb nass wurde. Den Regenschirm immer 
dabeihaben, ist oft auch keine praktische Lösung. Aber einen Blick in
den Himmel kann jeder werfen und anhand der Wolken seine eigene 
Regenvorhersage erstellen. 

Wolken lassen sich unterteilen in hohe, mittelhohe und tiefe Wolken. 
Es gibt aber auch Wolken, die in allen Höhenlagen vorkommen.  

Hohe Wolken, auch Cirren genannt, befinden sich in 5-13 km Höhe. Sie 
sehen weißen flauschigen Federn ähnlich und bestehen aus 
Eiskristallen. Oft kündigen sie einen Wetterumschwung mit Regen oder 
sogar Gewitter an. Cirrostratus (eine Form von Cirren) sind ebenfalls
dünn wirkende Wolken aus Eiskristallen, die sich meist wie ein weißer
Schleier über den gesamten Himmel legen. Sieht man solche Wolken, 
folgt 1-2 Tage später Regen.

Mittelhohe Wolken befinden sich in 2-7 km Höhe und beginnen mit der 
Vorsilbe "Alto". Im Volksmund sind Altocumuli-Wolken auch als 
"Schäfchenwolken" bekannt, da man zwischen den weißen Flecken den 
blauen Himmel durchsieht. Sie bestehen aus kleinen Wassertröpfchen, 
kündigen aber keine Veränderung des Wetters an, sie stehen für 
Beständigkeit. Wenn sie sich jedoch verdichten, eher grau und 
konturlos wirken und sich bis zu Hunderte Kilometer breit über den 
Himmel ausdehnen, nennt man sie Altostratus-Wolken. Diese bringen oft
starke Regen- oder Schneefälle innerhalb der nächsten Stunden.

In einer Höhe von bis zu 2 km befinden sich die tiefen 
Stratus-Wolken. Sie sind weiß bis grau und bestehen aus Regentropfen 
oder Schneekristallen. Stratocumuli-Wolken versprechen vor allem im 
Winter besseres Wetter. Sie sehen Cumulus-Wolken (Schäfchenwolken) 
ähnlich, sind aber größer, eher länglich und meist etwas dunkler. 
Schließen sich einzelne Schäfchenwolken zu einer durchgängigen grauen
Wolkenschicht zusammen, so kündigen sie regnerisches Wetter an. Die 
dunklere Farbe kommt daher, dass die Wolke viel Wasser enthält, das 
abregnen wird.

Zuletzt sind Wolken zu nennen, die in allen Höhenlagen vorkommen 
können und oft eine große vertikale Ausdehnung haben. 
Nimbostratus-Wolken gehören zu den Stratus-Wolken. Sie bilden eine 
stark ausgedehnte, dunkelgraue Fläche, bringen also Regen mit sich.
Cumulus-Wolken (oder auch Haufenwolken) sind dichte, klar voneinander
abgegrenzte Wasserwolken. Wird ihre Oberseite von der Sonne 
angeleuchtet, sind sie oben weiß, unten jedoch immer dunkel. Im 
Volksmund werden sie auch als "Schönwetterwolken" bezeichnet, da wenn
sie sich über den Tag bilden und abends wieder auflösen, kein Regen 
folgt. 
Ein Cumulonimbus entsteht aus einer großen Cumuluswolke. Hierbei 
handelt es sich um eine Haufenwolke, die sich bis zu 10 km hoch 
aufschichten kann. Der obere Teil kann sich zudem noch horizontal 
ausdehnen, sodass die einzigartige Amboss-Form entsteht. Diese Wolke 
bringt Regen, Hagel oder Schnee, oft mit schweren Gewittern. Außerdem
kann man bei dieser Wolkenform auch mit starkem Wind rechnen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass wenn man Cirren sieht, 1-2 Tage 
später Regen folgt. Breiten sich die harmlosen Schäfchenwolken oder 
Stratus-Wolken über den Himmel aus, wird es demnächst regnen. Bildet 
sich dabei ein Cumulonimbus, bleibt man lieber im Haus, da starke 
Gewitter kommen können.

Praktikantin Miriam Schabel / Dipl.-Met. Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale 
Offenbach, den 06.03.2020

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