DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 180800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Sonntag, 18.08.2019, 10:30 Uhr

Heute viel Sonne, sehr warm bis heiß. Im Norden windig, im
Hochschwarzwald stürmisch. Abends und kommende Nacht teils schwere Gewitter.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Unter Zwischenhocheinfluss wird heute von Südwesten Warmluft herangeführt. Kommende Nacht erreicht uns von Westen die Kaltfront eines Tiefs bei Schottland.

GEWITTER (UNWETTER):
Heute Abend und kommende Nacht örtlich Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm in einer Stunde, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen. Punktuell Unwetter durch heftigen Starkregen um 30 l/qm in kurzer Zeit, Hagel mit Korngröße um 2 cm und orkanartige Böen um 110 km/h. Im Laufe der Nacht abnehmende Unwettergefahr.

WIND/STURM:
Bis weit in die Nacht zum Montag hinein im Hochschwarzwald zeitweise stürmische Böen um 70 km/h, exponiert Sturmböen bis 85 km/h aus Südwest. Tagsüber im Norden Böen um 60 km/h.

Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 18.08.2019, 14:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Dilger

DWD -> Thema des Tages – TT

Thema des Tages

Der 100-jährige Kalender

Dass die Wettervorhersage nicht immer richtig ist, ist hinlänglich bekannt. Die Prognosesicherheit ist zwar sehr gut, dennoch werden wir immer wieder, gerade bei Fehlprognosen, gefragt, warum wir nicht den 100-jährigen Kalender zurate ziehen.

Früher, und ich meine damit lange bevor es die Wissenschaft gab, wie wir sie heute kennen, mussten sich die Menschen auf andere Dinge verlassen, um das Wetter abschätzen zu können. In einem früheren Thema des Tages
(https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/11/1.html) wurde bereits das tierische Gespür fürs Wetter beschrieben. Doch auf die Tiere allein und auf die Aussagen der Alten und Weisen im Dorf, wollte sich nicht jeder verlassen.

Im Bistum Bamberg wollte der Abt Moritz Knauer im 16. Jahrhundert durch regelmäßige Wetterbeobachtung und daraus abgeleiteten Vorhersagen zu Ernte und Aussaat die Landwirtschaft unterstützen. Er führte von 1652 bis 1659 Tagebuch über das Wetter. Nach den 7 Jahren stellte er die Beobachtung ein, denn damals glaubte man, dass das Wetter von den 7 „Planeten“ Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond bestimmt wurde, die sich jährlich abwechselten. Nach 7 Jahren würde sich demnach das Wetter wiederholen.

Das erste Jahr, das Saturnjahr, beschrieb er als feucht und kalt. Das Zweite, das Jahr des Jupiters, als ziemlich warm und trocken. Das Marsjahr, drittes Jahr, beschrieb er als trocken mit heißen Sommern. Das Sonnenjahr war Knauers Beschreibung nach mäßig warm und trocken, das Venusjahr warm und trocken, mit einem schwülen Sommer. Das sechste Jahr, das Merkurjahr, war kalt und trocken und das siebte Jahr, das Mondjahr, kalt und feucht, allerdings mit einer Tendenz zu warmen Sommern.

Seine Beobachtungen konnte er nicht mehr veröffentlichen, denn er starb 1664, nur 6 Jahre nach Beendigung seiner Wetterbeobachtung. Wenige Jahre später veröffentlichte jedoch der Arzt Hellwig aus Frankfurt den Kalender, zusammen mit der Angabe, an welchen Jahren zwischen 1701 und 1801 welcher Planet für welches Jahr zuständig war. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung „100-jähriger Kalender“.

Dieses Jahr, also das Jahr 2019, ist übrigens ein Merkurjahr. Nach dem 100-jährigen Kalender soll es eher trocken und kalt sein. Für den August prophezeit der Kalender einen Beginn mit großer Hitze, dann eine Woche mit Regen und Sturm, gefolgt von wechselhaftem oder „unschönem“ Wetter. Zum Ende des Monats sagt er recht schöne und warme Tage vorher. Tatsächlich startete der Monat August zwar warm, die große Hitze folgte aber in der „stürmischen und regnerischen“ zweiten Woche. Die vergangenen Tage waren immerhin gebietsweise wechselhaft und auch deutlich kühler, als zuvor, passen also grob zur schwammigen Aussage von „unschönem Wetter“.

Heute wissen wir, dass weder Planeten noch der Mond für unser Wetter verantwortlich sind. Daher ist der 100-jährige Kalender keine Hilfe bei einer professionellen Wettervorhersage. Einzig die Sonne hat Einfluss auf unser Wetter. Die langjährige Wetterbeobachtung hat uns auch gelehrt, dass es keine rhythmische Wiederkehr des Wetters gibt. Zwar kann man mit Hilfe des 100-jährigen Kalenders auch mal einen Treffer bei der Vorhersage landen, die Anzahl der Fehlprognosen wird aber überwiegen. Setzt man beides ins Verhältnis, so kommt man auf wenig brauchbare Wettervorhersage aus diesem Kalender.

Dipl.-Met. Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.08.2019

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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FPUS54 KOHX FORECAST SUMNER – INCLUDING THE CITY OF GALLATIN

Expires:201908180900;;790572
FPUS54 KOHX 171950
ZFPOHX

Zone Forecast Product for Tennessee
National Weather Service Nashville TN
250 PM CDT Sat Aug 17 2019

TNZ008-180900-
Sumner-
Including the cities of Hendersonville, Gallatin,
and Goodlettsville
250 PM CDT Sat Aug 17 2019

.TONIGHT…Mostly clear. Lows in the lower 70s. South winds up to 5 mph.
.SUNDAY…Mostly sunny. Highs in the mid 90s. South winds up to 5 mph.
.SUNDAY NIGHT…Partly cloudy. Lows in the lower 70s. South winds up to 5 mph.
.MONDAY…Partly cloudy. Isolated showers and thunderstorms in the afternoon. Highs in the lower 90s. South winds up to 5 mph. Chance of precipitation 20 percent.
.MONDAY NIGHT…Partly cloudy. Lows in the lower 70s. South winds up to 5 mph.
.TUESDAY…Partly cloudy with scattered showers and
thunderstorms. Highs in the mid 90s. Chance of precipitation 30 percent.
.TUESDAY NIGHT…Partly cloudy. Lows in the lower 70s.
.WEDNESDAY…Partly cloudy with scattered showers and
thunderstorms. Highs in the lower 90s. Chance of precipitation 40 percent.
.WEDNESDAY NIGHT…Mostly cloudy with scattered showers and
thunderstorms. Patchy fog after midnight. Lows in the lower 70s. Chance of precipitation 50 percent.
.THURSDAY…Partly sunny with scattered showers and
thunderstorms. Highs in the upper 80s. Chance of precipitation 50 percent.
.THURSDAY NIGHT…Mostly cloudy in the evening then becoming partly cloudy. Isolated showers and thunderstorms. Lows in the upper 60s. Chance of precipitation 20 percent.
.FRIDAY…Partly cloudy with scattered showers and thunderstorms. Highs in the upper 80s. Chance of precipitation 40 percent. .FRIDAY NIGHT…Partly cloudy. Lows in the upper 60s.
.SATURDAY…Partly cloudy with scattered showers and isolated thunderstorms. Highs in the upper 80s. Chance of precipitation 40 percent.

$$

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 171800 COR
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 17.08.2019, 23:54 Uhr

Nachts auf einigen Gipfeln Böen Bft 8 bis 9. Tagsüber in der Mitte verbreitet Böen Bft 7 bis 8, auf den Berggipfeln Bft 9 bis 10. Ab mittags in der Mitte und im Südwesten zunehmende Gewittergefahr mit Unwetterpotenzial.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Sonntag, 18.08.2019, 21:00 Uhr:

Die Kaltfront eines Tiefs nördlich von Schottland hat den Nordwesten erreicht und kommt unter Wellenbildung zunächst kaum südostwärts voran. Dabei wird feuchte, vor allem nach Südosten zu auch teils sehr warme Luft herangeführt.

WIND:
Heute Nacht und in der Früh in den Kamm- und Gipfellagen vor allem der zentralen Mittelgebirge zunehmend stürmische Böen (Bft 8) aus Südwest, auf exponierten Gipfeln auch Sturmböen (Bft 9).
Am frühen Vormittag in den mittleren Landesteilen, insbesondere in einem breiten Streifen vom südlichen Nordrhein-Westfalen bzw. Rheinland-Pfalz über die Mitte des Landes hinweg bis nach Brandenburg und Sachsen deutlich auffrischender Südwestwind mit verbreitet steifen bis stürmischen Böen (Bft 7 bis 8), in den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge auch Sturmböen (Bft 9), auf exponierten Gipfeln vereinzelte schwere Sturmböen (Bft 10) nicht ausgeschlossen. Abends und in der Nacht zum Montag von Westen her wieder rasch abnehmender Wind.

STARKREGEN:
Heute Nacht, morgens und am Vormittag im Westen und Nordwesten kleinräumig Starkregen mit mehr als 15 mm in einer bzw. mehr als 20 mm innerhalb mehrerer Stunden nicht ausgeschlossen.
In der Nacht zum Montag im Südwesten schauerartiger, vereinzelt auch gewittriger Regen, dabei ebenfalls gebietsweise mehr als 20 mm innerhalb mehrerer Stunden.

GEWITTER:
Ab den Mittagsstunden im Westen und in den mittleren Landesteilen einzelne Gewitter, nachmittags allmählich ostnordostwärts bis in die östlichen Landesteile ausweitend. Dabei lokal eng begrenzt Gefahr von Starkregen, kleinkörnigem Hagel und vor allem von Sturm-, vereinzelt auch von schweren Sturmböen (Bft 9 bis 10), Unwetter durch Orkanböen (Bft 11 bis 12) sind nicht ausgeschlossen.
Im Laufe des Nachmittags und abends auch weiter südlich ansetzend (Baden-Württemberg, Saarland, Pfalz) einzelne kräftige Gewitter, ebenfalls ostwärts nach Franken bzw. in die Oberpfalz ziehend. Dabei etwas erhöhtes Unwetterpotenzial aufgrund von Hagel und Starkregen, aber auch aufgrund schwerer Sturm- bis hin zu orkanartigen Böen. In der Nacht zum Montag im Süden und in den mittleren Landesteilen weiterhin einzelne Gewitter, insgesamt aber abnehmende
Unwettergefahr. Gebietsweise auch mehrstündiger Starkregen.

Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 18.08.2019, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 171800 COR
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 17.08.2019, 21:29 Uhr

Nachts auf einigen Gipfeln Böen Bft 8 bis 9. Sonntag in der Mitte verbreitet Böen Bft 7 bis 8, auf den Berggipfeln Bft 9 bis 10. Ab mittags in der Mitte und im Südwesten zunehmende Gewittergefahr mit Unwetterpotenzial.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Sonntag, 18.08.2019, 21:00 Uhr:

Die Kaltfront eines Tiefs nördlich von Schottland hat den Nordwesten erreicht und kommt unter Wellenbildung zunächst kaum südostwärts voran. Dabei wird feuchte, vor allem nach Südosten zu auch teils sehr warme Luft herangeführt.

WIND:
Heute Nacht in den Kamm- und Gipfellagen vor allem der zentralen Mittelgebirge zunehmend stürmische Böen (Bft 8) aus Südwest, auf exponierten Gipfeln auch Sturmböen (Bft 9).
Am frühen Vormittag des Sonntags in den mittleren Landesteilen, insbesondere in einem breiten Streifen vom südlichen
Nordrhein-Westfalen bzw. Rheinland-Pfalz über die Mitte des Landes hinweg bis nach Brandenburg und Sachsen deutlich auffrischender Südwestwind mit verbreitet steifen bis stürmischen Böen (Bft 7 bis 8), in den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge auch Sturmböen (Bft 9), auf exponierten Gipfeln vereinzelte schwere Sturmböen (Bft 10) nicht ausgeschlossen.
Abends und in der Nacht zum Montag von Westen her wieder rasch abnehmender Wind.

STARKREGEN:
Heute Nacht bis zum Sonntagmittag im Westen und Nordwesten
kleinräumig Starkregen mit mehr als 15 mm in einer bzw. mehr als 20 mm innerhalb mehrerer Stunden nicht ausgeschlossen.
In der Nacht zum Montag im Südwesten schauerartiger, vereinzelt auch gewittriger Regen, dabei ebenfalls gebietsweise mehr als 20 mm innerhalb mehrerer Stunden.

GEWITTER:
Sonntag ab mittags im Westen und in den mittleren Landesteilen einzelne Gewitter, nachmittags allmählich ostnordostwärts bis in die östlichen Landesteile ausweitend. Dabei lokal eng begrenzt Gefahr von Starkregen, kleinkörnigem Hagel und vor allem von Sturm-, vereinzelt auch von schweren Sturmböen (Bft 9 bis 10), Unwetter durch Orkanböen (Bft 11 bis 12) sind nicht ausgeschlossen.
Im Laufe des Nachmittags und abends auch weiter südlich ansetzend (Baden-Württemberg, Saarland, Pfalz) einzelne kräftige Gewitter, ebenfalls ostwärts nach Franken bzw. in die Oberpfalz ziehend. Dabei etwas erhöhtes Unwetterpotenzial aufgrund von Hagel und Starkregen, aber auch aufgrund schwerer Sturm- bis hin zu orkanartigen Böen. In der Nacht zum Montag im Süden und in den mittleren Landesteilen weiterhin einzelne Gewitter, insgesamt aber abnehmende
Unwettergefahr. Gebietsweise auch mehrstündiger Starkregen.

Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 18.08.2019, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff