VHDL16 DWSG 171000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Sonntag, 17.11.2019, 11:30 Uhr

Heute verbreitet Regen, im Bergland Schnee. Kommende Nacht im Bergland Frost und Glätte. Im hohen Schwarzwald windig.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf bedeckt. Zunächst verbreitet Niederschlag, Schneefallgrenze von 900 auf 400 bis 600 m sinkend, mit den tiefsten Werten im Südwesten. Am Nachmittag und Abend in Württemberg abklingende Niederschläge. Höchstwerte 0 bis 6 Grad. Schwacher bis mäßiger, von Nord auf Südwest drehender Wind. Im höheren Schwarzwald exponiert einzelne stürmische Böen.

In der Nacht zum Montag stark bewölkt. Eingangs sowie ausgangs der Nacht im Badischen zeitweise etwas Regen, oberhalb etwa 400 m geringer Schnee. Tiefstwerte +4 bis -2 Grad. In Hochlagen des Schwarzwaldes zeitweise stürmische Böen aus Südwest. Im Bergland auch Glätte durch gefrierende Nässe.

Am Montag verbreitet stark bewölkt, größte Chancen auf etwas Sonne im Osten und Südosten. Im Westen und Norden zeitweise Regen, oberhalb 400 m Schnee, bis zum Abend auf 600 bis 800 m ansteigende
Schneefallgrenze. Am Nachmittag und Abend von Süden abklingende Niederschläge. Höchstwerte zwischen 1 Grad im Bergland und 7 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Südwestwind mit starken, in der Südhälfte vorübergehend auch steifen Böen. Im Hochschwarzwald stürmische Böen, exponiert auch Sturmböen oder schwere Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag teils gering, teils stark bewölkt, in Flussniederungen vereinzelt Nebel. In Nordbaden anfangs dichtere Wolken und vereinzelt etwas Regen, im Bergland Schnee. Tiefstwerte bei +3 Grad am Rhein und -3 Grad im Bergland. Glättegefahr. Im Hochschwarzwald stürmische Böen, exponiert Sturmböen aus Südwest, ausgangs der Nacht Windabschwächung.

Am Dienstag wolkig bis stark bewölkt, kaum Niederschlag. Höchstwerte von 1 Grad im Schwarzwald bis 8 Grad im nördlichen Rheintal. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen, im Bergland gelegentlich böig auffrischend.

In der Nacht zum Mittwoch Wolkenauflockerung. Gebietsweise Nebel- und Hochnebelbildung. Bei Tiefstwerten zwischen +1 Grad am Rhein und -3 Grad auf der Alb örtlich Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif.

Am Mittwoch nach Nebel und Hochnebel heiter bis wolkig, im Süden oftmals ganztags bedeckt. Maxima 1 bis 6 Grad. Meist schwacher Wind aus östlichen Richtungen.

In der Nacht zum Donnerstag Ausbreitung von Nebel und Hochnebel, allgemein stark bewölkt. Minima +2 bis -3 Grad, örtlich Glättegefahr.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 17.11.2019, 11:30 Uhr –
„Der November wurde im altdeutschen häufig als Nebelmond oder auch Nebelung bezeichnet. In der neuen Woche macht er diesen Namen alle Ehre. Ursache für das trübe Wetter sind Tiefdruckgebiete über West- und Mitteleuropa. Derzeit zieht Tief „Ingmar“ von Süd nach Nord über Deutschland. Damit verbunden ist eine Luftmassengrenze: In den Westen des Landes fließt kühle polare Meeresluft, während im Osten warme Mittelmeerluft herangeführt wird. An dieser Luftmassengrenze fällt Regen, der in den westlichen Mittelgebirgen in der Nacht zum Montag zunehmend in Schnee übergeht. Am Montagmorgen kann es im Westen sogar in tieferen Lagen vorübergehend mal glatt werden, denn die
Schneefallgrenze kann örtlich bis auf 300 m absacken.
Im Osten hingegen kann sich am Montag im Tagesverlauf die Sonne durchsetzen. Mit Sonnenunterstützung werden dort für die Jahreszeit recht warme Temperaturen erreicht.

Am Dienstag zieht dann Tief „Ingmar“ ab. Die feuchte und kühle Polarluft macht sich dann allerdings in ganz Deutschland breit. Sie gelangt im weiteren Verlauf unter schwachen Hochdruckeinfluss. Dies bedeutete allerdings keines Wegs freundliches und sonniges Wetter. Denn in der feuchten Luftmasse bildet sich in den Nächten vielerorts dichter Nebel und Hochnebel, der sich tagsüber nur schwer auflöst. Die besten Chancen auf Sonne gibt es im Nordwesten, an den
Nordosträndern der Mittelgebirge und am Alpenrand.

Ab Mitte der Woche setzt sich dann eine neues Tief über Westeuropa fest. Auf seiner Vorderseite gelangt Deutschland in eine Südströmung, wodurch in der Höhe wärmere Luft herangeführt wird. Davon profitieren aber meist nur die Berglagen und die Nordränder der Mittelgebirge. Ansonsten kann sich die Luft auf Grund der fehlenden
Sonneneinstrahlung nur wenig erwärmen. Dennoch wird es für die Jahreszeit etwas zu mild.

An der großräumigen Wetterlage soll sich erstmal wenig ändern. Trüb und neblig in den Niederungen, häufiger sonnig und mild in den Bergen. Ein nachhaltiger Wintereinbruch ist erstmal nicht in Sicht. “

Das erklärt Dipl. Met. Christian Herold von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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