DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 171000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Sonntag, 17.03.2019, 11:30 Uhr

Anfangs im Südosten noch freundlich, von Nordwesten her im
Tagesverlauf aufkommender Regen. Dazu zeitweise stürmisch. Im höheren Bergland Sturmböen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag im Südosten anfangs noch meist freundlich, von Nordwesten her dichtere Wolken und nachfolgend schauerartiger Regen, im Nachmittagsverlauf geringes Gewitterrisiko. Schneefallgrenze bis zum Abend auf 800 m sinkend. Höchstwerte 11 bis 17 Grad. Im Tagesverlauf auffrischender, in Böen zum Teil stürmischer Westwind. Im Bergland Sturmböen, exponiert im Schwarzwald einzelne orkanartige Böen.

In der Nacht zum Montag stark bewölkt. Vereinzelt Schauer, allenfalls sporadisch mit Blitz und Donner, oberhalb 500-600 m Schnee und Glätte. Tiefstwerte +3 bis -2 Grad. Anfangs vor allem nach Osten hin sowie im Bergland noch starke Böen. Im Hochschwarzwald mitunter Sturmböen aus West.

Am Montag stark bewölkt und einige Schauer oder Gewitter, im Bergland als Schnee. Am Nachmittag häufiger auch sonnige Abschnitte. Maximal 3 Grad im Bergland und bis 10 Grad in der Kurpfalz. Schwacher bis mäßiger, stark böiger Westwind.

In der Nacht zum Dienstag aufgelockerte Bewölkung und nur sporadisch Schauer, im Bergland als Schnee fallend. Tiefstwerte 0 bis -5 Grad, örtlich Glätte.

Am Dienstag wolkig, nachmittags auch heiter und überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen 5 und 11 Grad. Wind meist schwach aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt und trocken. Minima -1 bis -6 Grad. Lokal Glätte durch überfrierende Nässe.

Am Mittwoch heiter bei lockeren Quellwolken. Höchstwerte zwischen 7 und 13 Grad. Schwacher, in Böen teils frischer Nordostwind.

In der Nacht zum Donnerstag klar. Tiefstwerte 0 bis -6 Grad. Vereinzelt Glätte.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 17.03.2019, 11:30 Uhr –
„Seit nunmehr genau zwei Wochen befinden wir uns schon in einer strammen Westströmung, mit der fast täglich Sturmtiefs von West nach Ost über Europa hinwegfegten. Diese Wetterlage sorgte für einen wechselhaften und vor allem sehr windigen Wettercharakter. Mitunter wurde es auch richtig stürmisch, wie beispielsweise an Rosenmontag oder am vergangenen Sonntag. Diese stürmischen Zeiten neigen sich nun langsam dem Ende entgegen. Tief IGOR ist das letzte Sturmtief dieser Serie. Während es heute noch über der Nordsee liegt, wird es bis zum morgigen Montag bereits in die östliche Ostsee ziehen. Nachfolgend streckt das Azorenhoch seine Fühler nach Mitteleuropa aus und unterbindet dadurch die Westströmung. Vom Ableger des Hochs profitiert dann vor allem die Südhälfte, während der Norden häufig von Wolkenfeldern erfasst wird. Aber auch dort bleibt es ab Mittwoch überwiegend trocken. Mit dem zunehmenden Hochdruckeinfluss ist dann auch starker Wind und Sturm erstmal kein größeres Thema mehr.

Vielen Bundesbürgen geht sicherlich mittlerweile das anhaltend windige bis stürmische und wechselhafte Wetter allmählich auf die Nerven. Schließlich erlebten wir momentan die stärkste Westwetterlage seit vielen Jahren. Diese bricht mit dem sich nach Mitteleuropa ausdehnenden Hocheinfluss zwar zusammen, bis wir allerdings davon profitieren, müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Denn an der Rückseite des abziehenden Tiefs IGOR fließt aus Norden hochreichende Kaltluft ein. Dadurch können sich ab dem heutigen Sonntagnachmittag zahlreiche Schauer bilden. Bereits in der Nacht zum morgigen Montag sinkt dann auch die Schneefallgrenze wieder ab, sodass die Schauer teils bis in tiefere Lagen mit Schnee vermischt sein können. In höheren Mittelgebirgslagen kann sich bei leichtem Frost sogar eine dünne Schneedecke bilden. Den markantesten Wetterwechsel erlebt man an den Alpen. Während es dort bei viel Sonnenschein heute noch bis 20 Grad warm wird, gibt es nach dem Durchgang der Kaltfront von Tief

IGOR einen regelrechten Temperatursturz und in der kommenden Nacht schneit es wieder bis in die Täler. Durch Staueffekte kann es oberhalb von 1500m sogar anhaltend und kräftig schneien, sodass etwa 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee möglich sind.

Am morgigen Montag sorgt die Kaltluft polaren Ursprungs für klassisches „Aprilwetter“. Es bilden sich im Tagesverlauf wiederholt Regen-, Schnee- und Graupelschauer, während zwischen den Schauern auch mal für längere Zeit die Sonne scheint. Beim Spaziergang im Freien darf man sich also nicht wundern, wenn gerade die Sonne vom Himmel lacht und einem schon wenige Minuten später Schneeflocken und Graupel ins Gesicht peitschen. Blitz und Donner runden das launige Aprilwetter ab. Während es in den Hochlagen durchweg schneit und es dort auch weiß werden kann, wird sich in tieferen Lagen keine dauerhafte Schneedecke bilden. Allerdings fällt in kräftigen Schauern bis in tiefe Lagen Schnee. Vor allem bei Graupelschauern muss dann vorübergehend auch mit glatten Straßen gerechnet werden. Mit nur noch 5 bis 10 Grad wird es spürbar kühler als zuvor, dafür ist der Wind lediglich noch im Umfeld von Schauern und im Norden mal etwas böiger. In der Nacht zum Dienstag klingen die Schauer langsam ab. Nur an den Nordrändern der Mittelgebirge sowie an den Alpen halten sie sich noch etwas länger. Dort, wo es länger aufklart, ist auch wieder leichter Frost ein Thema.

Am Dienstag macht sich der Hochdruckeinfluss immer mehr bemerkbar. Es gibt nur noch vereinzelt Schauer, allerdings halten sich gebietsweise noch dichtere Wolken. Besonders an der Nordsee und im Westen kommt die Sonne aber schon häufiger hervor und im Tagesverlauf nehmen die Auflockerungen auch sonst zu. Am Mittwoch wird es dann in der Mitte und im Süden sogar richtig sonnig, während der Norden noch von Wolkenfeldern schwacher Frontensysteme beeinflusst wird. Trotz Sonnenschein müssen bei Höchstwerten von 8 bis 14 Grad T-Shirts wohl noch in den Schränken bleiben.

Am Donnerstag und Freitag ändert sich an der Wetterzweiteilung wenig. In der Südhälfte scheint verbreitet die Sonne, während es im Norden oft dicht bewölkt bleibt. Dafür steigen die Temperaturen von Tag zu Tag weiter an, sodass man in der Sonne sicherlich Frühlingsgefühle bekommt. Wie es mit dem Wetter am Wochenende weitergeht, ist noch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich kann sich das Frühlingshoch weiterhin halten, allerdings ist dies aus heutiger Sicht noch mit einem kleinen Fragezeichen zu versehen.“

Das erklärt Dr. rer. nat. Markus Übel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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