DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 161000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 16.03.2019, 11:30 Uhr

Windig, auf den Bergen stürmisch.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und Nachmittag vor allem im Norden noch stark bewölkt, im Süden bereits zunehmend sonnig. Trocken. Maxima 10 bis 17 Grad. Überwiegend mäßiger Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, in Gipfellagen des Schwarzwaldes schweren Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag meist klar. Minima bei 7 bis 0 Grad. Im Hochschwarzwald Sturmböen, am Feldberg schwere Sturmböen aus Südwest.

Am Sonntag zunächst freundlich, im Tagesverlauf von West nach Ost Durchgang eines Niederschlagsbandes, am Nachmittag von Westen Übergang zu Schauern, dabei geringe Gewitterneigung. Höchstwerte 10 bis 17 Grad. Schwacher bis mäßiger, in Böen zum Teil stürmischer Westwind. Im Bergland Sturmböen, exponiert im Schwarzwald einzelne orkanartige Böen.

In der Nacht zum Montag stark bewölkt. Vereinzelt Schauer, allenfalls sporadisch mit Blitz und Donner, im Bergland Schnee und Glätte. Tiefstwerte +4 bis -2 Grad. Im Hochschwarzwald mitunter Sturmböen aus West.

Am Montag stark bewölkt und einige Schauer oder Gewitter, im Bergland als Schnee. Am Nachmittag häufiger auch sonnige Abschnitte. Maximal 2 Grad im Bergland und bis 10 Grad in der Kurpfalz. Schwacher bis mäßiger, stark böiger Westwind.

In der Nacht zum Dienstag aufgelockerte Bewölkung und nur sporadisch Schauer, im Bergland als Schnee fallend. Tiefstwerte +1 bis -4 Grad, örtlich Glätte.

Am Dienstag wolkig, vereinzelt schwache Regen-, im Bergland Schneeschauer. Höchstwerte zwischen 3 und 10 Grad. Wind meist schwach aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt und trocken. Minima 0 bis -6 Grad. Lokal Glätte durch überfrierende Nässe.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 16.03.2019, 11:30 Uhr –
„Das Wetter in Deutschland am Wochenende steht voll im Zeichen von Tief „Igor“, das bis Montag von Nordirland über die Nordsee und Südschweden hinweg in die östliche Ostsee zieht. Deutschland liegt dabei auf dessen Südflanke und bekommt wieder die gesamte Bandbreite an Begleiterscheinungen zu spüren.

Den Anfang macht die Warmfront von „Igor“, die am heutigen
Samstagmorgen schon quer über Deutschland liegt und vom Nordwesten bis in den Südosten länger anhaltende, teils kräftige Regenfälle bringt. Eingangs der Nacht sollte die bodennahe westliche bis südwestliche Grundströmung die Warmfront so weit nach Nordosten abgedrängt haben, dass sie das Land Richtung Ostsee und Polen verlässt. Von Ruhepause aber keine Spur.

Von Westen greift in der Nacht zum Sonntag schon die Kaltfront auf Deutschland über. Bei auffrischendem Wind wird der Regen von starken bis stürmischen Böen durch die Luft gewirbelt. Auf den Bergen tobt mal wieder teils schwerer Sturm. Auf der Rückseite der Kaltfront, die das Land bis Sonntagabend überrollt hat, dreht der Wind zunehmend in eine nordwestliche Richtung, sodass Luft polaren Ursprungs wieder nach Deutschland gelangt. Am Montag und Dienstag stellt sich typisches nasskaltes Rückseitenwetter ein, mit zahlreichen Schauern und einzelnen Gewittern, die bei absinkender Schneefallgrenze vor allem nachts bis in tiefere Lagen als Schnee fallen. Aufgrund der schon recht warmen Böden bleibt dort aber nichts liegen. Für eine kurzzeitige Rutschpartie reicht es aber allemal. Oberhalb von 500 bis 600 Metern kann sich vor allem an den Nordwesträndern der Berge bei Nachttemperaturen unter dem Gefrierpunkt und auch tagsüber nur zaghaften Plusgraden eine geringe Schneedecke ausbilden.
An den Alpen schneit es bis Dienstag sogar länger anhaltend und teils kräftig.

Ab Mittwoch übernimmt dann endlich wieder ein Frühlingshoch. Von Westen schiebt sich das Azorenhoch bis nach Mitteleuropa. Allerdings profitieren vor allem die Mitte und der Süden mit viel Sonnenschein von der im Hochumfeld absinkenden Luft. Durch die Sonne und die Zufuhr milderer Luft können die Temperaturen bis Freitag wieder auf frühlingshafte 13 bis 19 Grad ansteigen. Der Norden verbleibt dabei aber meist im Hochrandbereich und somit auch im Einflussbereich streifender Tiefausläufer. Zwar sind keine nennenswerten
Niederschläge zu erwarten, die oftmals durchziehenden dichten Wolken lassen jedoch nur selten länger die Sonne hindurch. Nachts schützen die Wolken im Norden jedoch vor frostigen Nächten. Im Süden kann die Temperatur bei klaren Nächten dagegen auf Werte zwischen 0 und -8 Grad zurückgehen. “

Das erklärt Dipl. Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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