DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 141000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 14.01.2019, 11:30 Uhr

Heute tagsüber windig, im Hochschwarzwald Sturmböen. Im Bergland im Tagesverlauf Neuschnee. Kommende Nacht gebietsweise Frost und Glätte.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf viele Wolken, etwas Sonne. Wiederholt Schauer. Schneefallgrenze von 800 m auf rund 600 m sinkend. Höchstwerte von 0 Grad auf der Südwestalb bis 8 Grad in der Kurpfalz. Schwacher bis mäßiger Westwind mit frischen bis steifen Böen. Im Bergland teils stürmische Böen, am Feldberg einzelne Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag wolkig, örtlich Schauer, Schneefallgrenze auf 300 bis 400 m, im Nordosten bis in tiefste Lagen sinkend. Tiefstwerte von +2 bis -4 Grad, frostfrei unterhalb etwa 300 m. Verbreitet Glätte durch gefrierende Nässe oder Schnee. In den Gipfellagen des Schwarzwaldes in der ersten Nachthälfte starke bis stürmische Böen um West.

Am Dienstag viele Wolken, etwas Niederschlag. Schneefallgrenze von 300 m auf 500 bis 600 m steigend. Nachmittags meist
niederschlagsfrei, im Süden etwas öfter Sonne. Maxima von 1 Grad im Bergland bis 8 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger Südwestwind, mit einzelnen frischen bis starken Böen.

In der Nacht zum Mittwoch im Norden bei dichten Wolken +2 bis -2 Grad, im Süden bei wenigen Wolken -1 bis -7 Grad. Gebietsweise Glätte durch überfrierende Nässe.

Am Mittwoch Mix aus Sonne und Wolkenfeldern. Niederschlagsfrei. Höchstwerte zwischen 2 Grad in Oberschwaben und 8 Grad im Breisgau. Schwacher Südwestwind mit mäßigen bis frischen Böen, im
Hochschwarzwald im Tagesverlauf aufkommende starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Donnerstag Bewölkungsverdichtung, in Nordbaden zeitweise leichter Regen, in den Hochlagen etwas Schnee. Tiefstwerte von +3 Grad am Rhein bis -3 Grad ganz im Südosten. Im Hochschwarzwald starke bis stürmische Böen aus Südwest, auf exponierten Gipfeln Sturmböen.

Am Donnerstag stark bewölkt, zeitweise leichter Regen, im höheren Bergland Schnee. Maxima von 3 Grad im Bergland bis 9 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Südwestwind mit frischen bis starken Böen. Im Hochschwarzwald anfangs stürmische Böen, am Feldberg Sturmböen.

In der Nacht zum Freitag bedeckt und gebietsweise leichter Regen, im Bergland Schnee. Im Laufe der Nacht bis in tiefe Lagen sinkende Schneefallgrenze und Glätte. Temperaturminima zwischen +1 und -3 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 14.01.2019, 11:30 Uhr –
„Deutschland liegt auch weiterhin in einer nordwestlichen Strömung zwischen Tief FLORENZ, dessen Kern heute über dem Baltikum zu finden ist und Hoch ANGELA, die sich immer noch tapfer über dem nahen Nordostatlantik hält. Der Ausläufer von FLORENZ hat in den
vergangenen 24 Stunden weite Teile Deutschlands überquert und wird nur noch von den Alpen zurückgehalten. Dort stauen sich auch weiterhin die Niederschläge. Die Neuschneemengen abzuschätzen, die seit Samstagabend gefallen sind, gestaltet sich durchaus recht schwierig. Nachdem gestern tagsüber häufig Schnee gefallen ist, ging dieser in der vergangenen Nacht unterhalb von etwa 1000 bis 1200 m in Regen über. Dadurch kam es zu einer Verdichtung der Schneedecke, wodurch die Gesamtschneehöhe netto sogar teilweise ab- statt zunahm. Bis heute Früh beläuft sich der Schneezuwachs insgesamt auf 40 bis 60 cm, in Staulagen vereinzelt auch um 100 cm. Bis Dienstagmittag kommen oberhalb von 1000 m nochmals 20 bis 30 cm, in einzelnen Staulagen auch

bis 60 cm Neuschnee dazu. Zwischen 600 und 1000 m gibt es noch 5 bis 15 cm Schneezuwachs. Darunter fällt häufig auch Regen oder
Schneeregen. Trotzdem muss auch weiterhin mit einer hohen
Schneebruchgefahr gerechnet werden, der Lawinenwarndienst Bayern warnt weiterhin vor einer hohen Lawinenaktivität.

Zudem sorgte FLORENZ in den vergangenen 24 Stunden für große Druckunterschiede über Deutschland. In der vergangenen Nacht traten stürmische Böen, in Schauernähe teils auch Sturmböen auf. Am heutigen Montag weht der Wind vor allem noch im Norden und Osten in Böen stark bis stürmisch, an den Küsten muss mit Sturmböen, im Bergland auch mit schweren Sturmböen gerechnet werden. Dort besteht zudem die Gefahr von Schneeverwehungen. Zum Abend schwächt sich der Wind jedoch weiter ab, dann muss lediglich noch an den Küsten und im Bergland mit Sturmböen gerechnet werden.
In den restlichen Teilen Deutschlands treten heute tagsüber Schauer auf, die im Westen und Südwesten im Bergland nach Norden und Osten zu bis in tiefe Lagen als Schnee fallen.

In der Nacht zum Dienstag liegt der Schwerpunkt der Niederschläge dann im Norden und Osten, im Stau der östlichen und südlichen Mittelgebirge sowie an den Alpen schneit es weiterhin.

Am Dienstag verstärkt sich dann der Hochdruckeinfluss im Süden und Westen Deutschlands. Damit klingen dort die Niederschläge im Tagesverlauf allmählich ab, womit auch die Unwettersituation an den Alpen endet. Der Norden und Osten werden dagegen von einem weiteren Tief, das von der Nordsee in Richtung Dänemark zieht, beeinflusst. Dabei wird mildere Meeresluft in die Region geführt. Im Nordosten fällt anfangs noch etwas Schnee, der im Laufe des Vormittags dort jedoch in Regen übergeht. Nachfolgend kommt es nur noch in
Gipfellagen der Mittelgebirge – wenn überhaupt – zu Schneefällen.

Am Mittwoch befindet sich vor allem die Nordhälfte Deutschlands unter Tiefdruckeinfluss. Bei meist dichten Wolken treten Regen oder etwas Sprühregen auf, nach Süden zu zeigt sich auch mal wieder die Sonne. Dort bleibt es trocken.

In der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag zieht dann der Ausläufer eines weiteren Nordeuropatiefs über Deutschland hinweg. Dabei sinkt die Schneefallgrenze vorübergehend nochmals auf 200 bis 500 m ab, im Norden vereinzelt bis in tiefste Lagen. Auch an den Alpen können dann nochmals um 10 cm Neuschnee zusammen kommen.“

Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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