DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 101000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 10.11.2018, 11:30 Uhr

Dichte Wolken, nachmittags im Westen Regen. Im Südosten teils ganztägig trüb. Kommende Nacht in Oberschwaben stellenweise Nebel, im Hochschwarzwald stürmische Böen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag häufig stark bewölkt, im äußersten Nordwesten vereinzelt bereits wenige Tropfen Regen. Im Südosten gebietsweise Nebel und Hochnebel, teils nur zähe Auflockerung, vor allem im Bereich der Donau örtlich ganztägig trüb. Dichte Wolken nach Osten ausbreitend. Im Laufe des Nachmittags in Baden aufkommender leichter Regen. Am Abend in Oberschwaben örtlich erneut Nebelverdichtung. Maxima von 10 Grad auf der Ostalb bis 17 Grad am Neckar. Schwacher, in Böen teils mäßiger Wind aus Südwest bis Südost, teils auch variabel.

In der Nacht zum Sonntag stark bewölkt bis bedeckt. Zunächst im Westen verbreitet leichter bis mäßiger Regen, später nach Osten ausbreitend. In Oberschwaben lokal Nebel. Temperaturrückgang auf 10 Grad am Rhein bis 3 Grad auf der Ostalb. Im Hochschwarzwald starke bis stürmische Böen aus Südwest.

Am Sonntag rasch nach Osten abziehender Regen, danach Auflockerung. Nachmittags Sonne und Wolken im Wechsel, einzelne Schauer möglich. Höchstwerte von 13 Grad im Bergland bis 20 Grad im Breisgau. Schwacher, in Böen auffrischender Wind aus südlichen Richtungen. Im Hochschwarzwald starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Montag meist gering bewölkt, im Nordwesten stark bewölkt und vereinzelt leichter Regen. Im Süden streckenweise Nebel. Tiefstwerte 9 bis 2 Grad, mit den tiefsten Werten nahe dem Allgäu. Im Hochschwarzwald nachlassende starke bis stürmische Böen aus Süd.

Am Montag heiter bis wolkig. Im Nordwesten anfangs stark bewölkt und wenige Tropfen Regen. Im Süden vormittags Nebelauflösung,
anschließend wenig Wolken, viel Sonne. Maxima von 14 Grad auf der Ostalb bis 20 Grad am Kaiserstuhl. Schwacher, in Böen mäßiger Wind aus Südwest bis Südost, teils auch variabel.

In der Nacht zum Dienstag im Westen und Norden zunehmende Bewölkung, nachfolgend örtlich leichter Regen. Im Südosten oft gering bewölkt, streckenweise Nebel oder Hochnebel. Minima 11 bis 4 Grad. Im Hochschwarzwald starke bis stürmische Böen aus Südwest.

Am Dienstag nach Nebelauflösung sich von Nordwesten nach Südosten ausbreitende Wolken und leichter Regen. Nachmittags im Norden Auflockerung. Höchstwerte zwischen 13 Grad im Schwarzwald und 17 Grad im Breisgau. Schwacher bis mäßiger Südwestwind. Im Hochschwarzwald nachlassende starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Mittwoch im Südosten wolkig bei abklingendem Regen, sonst nur leicht bewölkt bis wolkenlos. Zweite Nachthälfte verbreitet Nebel- und Hochnebelbildung. Tiefstwerte zwischen 7 und 2 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 10.11.2018, 11:30 Uhr –
„In der Nordwesthälfte Deutschlands stehen vorübergehend feuchte Zeiten an. Und um mal eine ganz verwegene Theorie zu äußern: Die Mehrheit wird dem anstehenden Regen in Anbetracht der zurzeit bestehenden, außerordentlichen Trockenheit eher wohlgesonnen sein. Ein kräftiger, umfangreicher Tiefdruckkomplex namens ZARMINA über dem Nordostatlantik entwickelt genug „Power“, sodass sich dessen Ausläufer gegen den kontinentalen Hochdruckblock zumindest in Teilen über Mitteleuropa durchsetzen können. Im Westen, Norden und in Teilen der Mitte darf man sich bis einschließlich Dienstag über zeitweiligen Regen, mitunter auch Schauer oder gar einzelne Gewitter freuen. Die Freunde der Sonne schauen dagegen in die Röhre, meist zeigt sich der Himmel wolkenverhangen.

In weiten Teilen des Südens und Osten fällt in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen, regional bleibt es sogar gänzlich trocken. Denn die Tiefausläufer verlieren nach Südosten zu ihre Wirkkraft bzw. kommen gegen das osteuropäische Hochdruckbollwerk kaum an. Unter schwachem Hochdruckeinfluss besteht dort also durchaus die Chance auf freundliches Wetter, wenn sich die Sonne gegen die zähen Nebel- und Hochnebelfelder durchsetzen kann. Dies klappt am besten am Alpenrand und am Nordrand der östlichen Mittelgebirge.

Die Temperaturen bleiben – völlig unabhängig von Hoch- und
Tiefdruckeinfluss – auf einem sehr hohen Niveau, denn Deutschland verbleibt in einer südwestlichen Strömung, mit der sehr milde Luft herangeführt wird.

Die Freude über die Entspannung bei der Trockenheit währt nur kurz. Selbst unter gebührender Berücksichtigung der mit dem
Vorhersagehorizont zunehmenden Vorhersageunsicherheiten darf man getrost, und ohne sich zu weit aus dem Fenster lehnen zu müssen, von einem „back to the roots“ sprechen – also quasi von einem „Zurück zu Altbewährtem“. Denn der aufflammende Tiefdruckeinfluss stellt sich als Strohfeuer heraus. Schon zur Wochenmitte baut sich über dem europäischen Kontinent ein hochreichendes und stabiles
Hochdruckgebiet auf, das atlantische Tiefdruckausläufer bis auf Weiteres von uns fernhält. Regenfälle werden mit hoher
Wahrscheinlichkeit für einige Tage, vermutlich sogar für mehr als eine Woche komplett ausfallen. Dies würde die Trockenheit dann wieder verschärfen.

Mit dem Aufbau des neuen Hochdruckgebietes geht auch die
Nebellotterie in eine neue Runde. „Teils sonnig, teils neblig-trüb“ wird eine beliebte Formulierung in den Wetterberichten sein. Da ein Schwall etwas kühlerer Polarluft einsickert, geht das
Temperaturniveau insgesamt etwas zurück. Zwar gibt es dann wieder Nachtfröste, von winterlichem Wetter sind wir aber auch dann noch weit entfernt.“

Das erklärt Dipl.-Met. Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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